MRSPEAKERS ETHER FLOW

Test MRSPEAKERS ETHER FLOW

Hallo Gralsritter, du bist immer noch auf der Suche nach DEM Kopfhörer? Der EINE, welcher deine bisherige Sammlung vielleicht sogar obsolet macht. Weil er einfach jede Art von Musik spielt. Gleichermaßen MP3 oder FLAC. Leise oder laut. Stundenlang. Ohne dabei jemals zu nerven. DER Kopfhörer mit klar konturiertem Bass. Mit fesselndem Mittelton. Mit filigranen Höhen. Und sicherem Timing. Perfekt ausbalanciert. Eben hochmusikalisch.

ER sollte natürlich mit jedem Spielpartner kombinierbar sein. Ohne besondere Ansprüche an dessen Leistungsvermögen zu stellen. Dennoch hochdynamisch. Versehen mit einer exzellenten Feindynamik. DER Kopfhörer sollte sich selbstverständlich durch einen optimalen Tragekomfort auszeichnen. Und nicht zu vergessen – hochwertig verarbeitet muss ER sowieso sein.

Ach so. Natürlich gibt es für IHN auch ein Preislimit. Schließlich muss eine Entscheidung dieser „Tragweite“ ja gegebenenfalls noch von der besseren Hälfte abgesegnet werden. Eigentlich bist du also auf der Suche nach der schon so oft beschworenen „Eierlegenden Wollmilchsau“. Und du denkst jetzt, die gibt es nicht?

Recht hast du. Natürlich nicht. Oder zumindest nicht für Jeden. Denn dafür sind unsere persönlichen Präferenzen auch bezüglich der oben aufgeführten Begrifflichkeiten einfach zu unterschiedlich ausgeprägt.

Aber ein kleiner Hersteller im sonnigen Kalifornien in den USA hat neuerlich einen Kopfhörer lanciert, welcher dem beschriebenen Ideal schon verdammt nahe kommt. Denn MRSPEAKERS präsentiert seinen neuen Top-Magnetostaten, den ETHER FLOW.

Vielleicht werden sich jetzt Einige fragen, wieso ich für diese Rezension nicht den ETHER FLOW C, also die geschlossene Variante, gewählt habe? Nun, genau aus den oben genannten Gründen. Denn der offene Bruder ist meines Erachtens einfach klanglich der bessere Kopfhörer. Aber dazu später mehr. Schauen wir doch einfach im weiteren Verlauf einmal genauer hin, inwieweit der ETHER FLOW obigen Ansprüchen auch wirklich genügt.

Verpackung & Ausstattung

Als das Paket von Carsten Hicking, Geschäftsführer der Firma HIGOTO in Essen, bei mir eintrifft, tippe ich beim Auspacken zunächst auf einen Irrtum. Ob der Verpackungsgröße vermute ich eher die Zusendung eines Zubehörkabels oder eines Ersatzteils als die eines ausgewachsenen Kopfhörers. Denn das Päckchen ist regelrecht winzig!

Das Entfernen der Umverpackung schafft aber dann schnell Klarheit in Form einer schwarzen Kartonage in Seidenglanzausführung mit dem silbernen Aufdruck ETHER FLOW. OK, es ist tatsächlich der Kopfhörer. Nach dem Öffnen betrachte ich in Folge zunächst ein bordeauxrotes Gebilde, welches in seiner Form entfernt an eine…ähm…überdimensionale Walnuss mit Reißverschluss erinnert. Sehr hübsch.

Nach dem Öffnen der „Nuss“ wird allerdings die hohe Effizienz derselben schnell klar. Der innen liegende Kopfhörer wird durch die zugegebenermaßen gewöhnungsbedürftige Gestaltung der Aufbewahrungsbox nicht nur perfekt geschützt, sondern nimmt inklusive des Zubehörs, welches lediglich aus einem (hochwertigen) Anschlusskabel in 3 m Länge besteht, auch den kleinstmöglichen Raum ein. Das ist doch einmal eine wirklich praxisgerechte Lösung.

Im Lieferumfang befinden sich ferner noch eine miniaturisierte Bedienungsanleitung, ein Echtheitszertifikat (beides in englischer Sprache), sowie ein Mikrofaser-Putztuch. Und das war es dann auch schon in Sachen Zubehör. Prima, denn der ganze Kram verschwindet bei mir sowieso immer direkt im Schrank.

Verarbeitung & Tragekomfort

Der in der kleinen Manufaktur in San Diego in Handarbeit hergestellte MRSPEAKERS ETHER FLOW ist sehr gut und akribisch verarbeitet. Dies betrifft die Materialauswahl genauso wie auch deren Verarbeitungsgüte.

Das Kopfband besteht aus italienischer Rinderhaut und wird über eine filigrane Bügelkonstruktion aus hochflexiblem NiTinol-Metall fixiert und stabilisiert, mit der Möglichkeit der Anpassung an die entsprechende Kopfgröße. Sowohl die Haltebügel als auch die Treibergehäuse selbst bestehen ebenfalls aus Metall. Lediglich die in einem dunkelblau lackierten, umlaufenden Zierringe der Ohrmuscheln sind aus Kunststoff gefertigt. Für die weichen, leicht angewinkelten Ohrpolster schließlich wird feinstes Lammleder verwendet.

Der ETHER FLOW wiegt lediglich 370 Gramm. Damit setzt sich der MRSPEAKERS Kopfhörer entscheidend von der übrigen magnetostatischen Konkurrenz ab. Der amerikanische Mitbewerber AUDEZE beispielsweise gibt bei dem direkten Konkurrenzmodell LCD-X ein Gewicht von 670 Gramm an. Und 300 Gramm Mindergewicht können als „gewichtiges“ Argument durchaus den Ausschlag im Bezug auf eine potentielle Kaufentscheidung geben!

Diese relativ geringe Kopfbelastung ist selbstverständlich dem intelligenten Leichtbau geschuldet und trägt wesentlich zum hervorragenden Tragekomfort bei. Zumal der Anpressdruck vom Hersteller nahezu optimal gewählt wurde und der Kopfhörer auch nach stundenlangen Hörabenden niemals lästig wird. Viel besser geht das bei einem großen Over-Ear wohl nicht mehr. Gut, für‘s „Headbanging“ gibt es sicherlich besser geeignete Alternativen.

Das OFHC-Anschlusskabel, witzigerweise mit der Bezeichnung DUM (Distinctly-Un-Magical), ist zudem kinderleicht an- und abnehmbar und besitzt eine sichere Arretierung über ISAMWOO SN8/4-Anschlüsse. Kontakt zum jeweiligen Spielpartner wird über einen 6.3 mm Klinkenstecker von NEUTRIK oder auch über eine optionale XLR-Verbindung aus dem hauseigenen Zubehörprogramm hergestellt.

Technik

Der Kopfhörer arbeitet bekanntlich nach dem magnetostatischen Prinzip. Nachdem Firmengründer Dan Clark in den ersten Jahren modifizierte Treiber von FOSTEX für seine MAD- und ALPHA DOGS verwendete, stellte der ETHER/C im Jahre 2015 die erste wirkliche Eigenentwicklung in der Firmengeschichte dar. Die technische Gestaltung der neuen Kopfhörer profitierte dabei selbstverständlich von der enormen Erfahrung, welche Dan Clark in den Jahren zuvor bereits in ausreichendem Maße mit den magnetostatischen Treibern sammeln konnte.

Der ETHER FLOW ist nun die evolutionäre Ausbaustufe dieses Konzeptes, gekennzeichnet durch die patentierten „TRUE FLOW“ und „V-PLANAR“ Technologien. Wer jetzt noch tiefer in diese Materie einsteigen möchte, dem sei, wie üblich an dieser Stelle, eine Konsultation der bekannten Suchmaschinen empfohlen.

Mit einer Impedanz von 23 Ohm und einer Empfindlichkeit von 96 db/mW stellt der ETHER FLOW übrigens grundsätzlich keine sonderlich großen Ansprüche an Verstärkerleistung und Betriebspannung. Allerdings skaliert der MRSPEAKERS Kopfhörer, wie viele Flächenstrahler, doch sehr deutlich hörbar mit der Qualität des jeweilig gewählten Spielpartners.

Vorbereitung

Um die klanglichen Möglichkeiten des ETHER FLOW also weitgehendst auszuloten, wähle ich als adäquaten Spielpartner meinen BURSON CONDUCTOR VIRTUOSO V2. Bereits mit früheren Pretiosen von Dan Clark (ALPHA DOG) habe ich nämlich die Erfahrung gemacht, dass entgegen aller theoretisch angegebenen Möglichkeiten des Herstellers (…spielt auch mit Smartphones zusammen…ja, klar) bei den Magnetostaten von MRSPEAKERS nichts über eine großzügige Zufuhr von Leistung geht. Außer vielleicht noch mehr Leistung.

Beschickt wird der mit einem ESS SABRE 9018S-Chip bestückte DAC des BURSON über meinen AURALIC ARIES Mini mit AURALIC LOW NOISE Netzteil. Dieser bezieht seine AIFF-, FLAC- und DSD-Dateien aus der implementierten SSD-Festplatte. Als Musikmaterial dienen mir wie so oft die üblichen Verdächtigen aus Pop, Rock, Klassik und Jazz.

Klangtest

Mein Test beginnt direkt mit einer Überraschung. Bereits im Vorfeld hatte ich mich etwas über Dan Clarks freizügige Verwendung von schwarzem Schaumstoff auf beiden Seiten der magnetostatischen Treiber gewundert. Nun, in der Praxis ergeben sich aus diesem opulenten Gebrauch 2 grundsätzliche Effekte.

Zum einen erfolgt die Wiedergabe vor einem extrem stillen Hintergrund, welche der Musik subjektiv eine höher empfundene Dynamik verleiht. In Kombination mit den üppigen Leistungsreserven des CONDUCTOR VIRTUOSO V2 führt dies in nicht wenigen Fällen zu ein paar kleinen Schreckmomenten beim spontanen Einsatz von lauteren Stimmen oder Instrumenten.

Zum anderen erzielt MRSPEAKERS dadurch eine erheblich verbesserte Abschottung gegenüber Störgeräuschen von außen. Kein Vergleich jedenfalls zu meinem SENNHEISER HD800 S oder AKG 812 PRO. Ich würde den ETHER FLOW somit eher als halboffenen Kopfhörer bezeichnen. Natürlich bietet die geschlossene C-Version eine nochmals gesteigerte Isolation. Der Unterschied ist aber geringer als zunächst vermutet. Zumal auch der ETHER FLOW C noch ein verhältnismäßig hohes Leakage zulässt.

Womit ich noch einmal auf meine Entscheidung zurückkommen möchte, die „offene“ Version für diesen Test gewählt zu haben. Bereits auf der CANJAM 2015 erhielt ich die Möglichkeit, die beiden neuen Geschwister aus der ETHER Familie miteinander zu vergleichen. Und schon damals fielen mir in der direkten Gegenüberstellung geringfügige Verfärbungen des geschlossenen Bruders im Mitteltonbereich auf. Auch der Bass wirkte bei der offenen Variante präziser konturiert und neigte auch nicht zu leichten Resonanzen in den niedrigsten Frequenzen wie der C.

Nicht nur ich bin ja zwischenzeitlich zu der persönlichen Erkenntnis gelangt, dass es ein geschlossener Kopfhörer nach rein klanglichen Gesichtspunkten nicht mit der offenen Spezies aufnehmen kann. Gehäuseresonanzen sind halt ebenso schwer zu beherrschen, wie durch Druckunterschiede hervorgerufene Partialschwingungen der Treiberchassis. An dieser Problematik haben sich schließlich schon Generationen von Entwicklern im Lautsprecherbau die Zähne ausgebissen. Vom zum Teil klaustrophobischen Raumeindruck der geschlossenen KH einmal ganz abgesehen.

Aber wieder zurück zum ETHER FLOW. MRSPEAKERS ist mit diesem Kopfhörer ein großer Wurf gelungen. Insbesondere in der Summe seiner Eigenschaften. Denn er imponiert nicht unbedingt mit dem rabenschwärzesten Tiefbass, obwohl seine Fähigkeiten auch auf diesem Gebiet durchaus beeindrucken. Auch höchste Töne werden nicht bis in wirklich allerletzte Nachhallfahnen aufgelöst, aber dennoch jederzeit fein ziseliert abgebildet und zudem mit einer superben Feindynamik versehen.

Nein, der ETHER FLOW fasziniert vielmehr durch seine vollkommen ausgeglichene Spielart. Dieser Kopfhörer spielt einfach jegliche Art von Musik so völlig natürlich und entspannt, dass in mir nie der Wunsch aufkommt, je nach Musikmaterial den Kopfhörer wechseln zu müssen. (Einige von euch wissen jetzt wahrscheinlich genau, was ich meine…)

Der MRSPEAKERS fokussiert die Aufmerksamkeit des Zuhörers auf das musikalische Ganze und rückt störende Nebensächlichkeiten unter die direkte Wahrnehmungsschwelle. Dies ist etwas schwierig zu erklären, denn der ETHER FLOW unterschlägt bei der Wiedergabe dabei keineswegs die Details.

Vielleicht ein Beispiel, um dieses Statement zu verdeutlichen: Wenn ich über meinen AKG 812 PRO einem klassischen Konzert lausche, schält diese akustische Lupe auch das Hüsteln des 3. Violinisten aus der 2. Reihe heraus. Oder wenn sich gerade eine Mücke auf dem Bogen eines Cellisten niederlässt. Oder sich plötzlich der Schnürsenkel des Pianisten löst.

Spaß beiseite. Alle diese Ereignisse erfordern letztendlich Aufmerksamkeit und lenken vielleicht oft sogar vom Wesentlichen ab – dem eigentlichen Konzert. Denn auch in einer Live-Aufführung würden wir die oben genannten Nebensächlichkeiten höchstwahrscheinlich gar nicht erst beachten. Weil wir sie auch nicht suchen würden.

Und genau darin liegt die große Stärke des ETHER FLOW. Er richtet den akustischen Fokus auf die musikalische Darbietung. Und um dies jetzt nicht falsch zu interpretieren. Auch über den MRSPEAKERS sind diese Einzelereignisse sehr wohl wahrnehmbar – man konzentriert sich aber viel mehr auf die Musik selbst. Und taucht somit auch wesentlich einfacher in sie ein.

An dieser Stelle erfolgt in der Regel meine Beurteilung der Testprobanden bezüglich ihrer klanglichen Eigenschaften in den einzelnen Frequenzspektren. Dies fällt mir in diesem Fall nicht ganz so leicht wie üblich, denn ich muss mich schon stärker auf die spezifischen Bereiche konzentrieren, da keine derselben in irgendeiner Weise auffällig herausragen. Oder vernachlässigt werden. Und dies ist durchaus als großes Kompliment für den Kopfhörer zu verstehen. Denn der ETHER FLOW ist tatsächlich mustergültig ausbalanciert.

BASS

Der Bassbereich ist magnetostatentypisch hervorragend konturiert, trocken und schnell, mit viel Tiefgang, aber eben nicht ultimativ. Mein HIFIMAN HE1000 V2 leuchtet den „Boden“ hier noch etwas deutlicher aus. Der Bass ist aber dennoch auf einem sehr hohen Niveau angesiedelt.

GRUNDTON

Der Übergang zum Bassbereich ist absolut bruchlos. Der Grundton besitzt genau das richtige Maß an Korpus, um glaubhaft realistisch zu wirken. Für mich ganz nahe an der perfekten Abstimmung.

MITTELTON

Der Mitteltonbereich baut auf dem fantastischen Grundton nahtlos auf. Tadellos neutrale Wiedergabe und einwandfreie Tonalität. Keinerlei Verfärbungen. Die dadurch bedingt sehr natürlich wirkenden Klangfarben, verbunden mit einer hohen Plastizität, ergeben in der Summe ein überzeugendes musikalisches Ergebnis. Einfach toll.

HOCHTON

Ich kann mich nur wiederholen. Der Hochtonbereich stellt im Grunde genommen eine homogene Erweiterung der mittleren Frequenzen nach oben hin dar. Meines Erachtens verfügt der FLOW auch über ein verbessertes Auflösungsvermögen im Vergleich zum Vorgänger. Feinste Detailarbeit. Sehr authentisches Obertonspektrum bei Stimmen und Instrumenten. Dennoch vollkommen entspannte Wiedergabe von Sibilanten. Niemals lästig. Aber eben auch keine Lupe.

DYNAMIK

Wie bereits erwähnt erfolgt die Reproduktion der Musik vor einem absolut stillen Hintergrund. Verbunden mit der hohen Empfindlichkeit des ETHER FLOW und der bekannten Grundschnelligkeit der Magnetostaten, ergibt sich gerade in Kombination mit dem leistungsstarken BURSON (ca. 2 x 6.000 mW an 24 Ohm) eine schon fast explosionsartige Dynamik. Wobei aber auch alle feindynamischen Schattierungen superb ausgeleuchtet werden. So animiert der Kopfhörer bereits schon nach wenigen Hörminuten zum eifrigen Mitwippen, insbesondere bei Live-Aufnahmen.

RÄUMLICHKEIT

Die räumliche Darstellung liegt zweifelsfrei auf einem sehr guten Niveau bezüglich der Breiten- und insbesondere auch der Tiefenstaffelung. Die exakte Abgrenzung der musikalischen Ereignisse im imaginären Raum gelingt dynamischen Spitzenhörern, beispielsweise meinem SENNHEISER HD800 S, allerdings besser. Denn ganz typisch für magnetostatische Flächenstrahler werden einzelne Stimmen und Instrumente minimal zu groß abgebildet. Dies erschwert etwas die 100% exakte Lokalisation.

TRANSPARENZ

Kein Licht ohne Schatten. Durch die bereits zuvor genannte Auskleidung mit ausreichend Schaumstoff beidseits der Treiber geht zudem ein wenig Luftigkeit verloren und beeinträchtigt somit geringfügig auch die Transparenz bei der Wiedergabe. Dies fällt allerdings auch nur im direkten Vergleich zu eher analytischen Kopfhörern, wie zum Beispiel dem AKG 812 PRO leicht negativ auf.

Mein Fazit

Der MRSPEAKERS ETHER FLOW zählt für mich ganz sicherlich zu den besten Kopfhörern, welche man derzeit für Geld erwerben kann. An beiden Enden des Frequenzspektrums existieren gewiss Kopfhörer, welche sich eindrucksvoller als der MRSPEAKERS in Szene setzen können. Ein HIFIMAN HE1000 reicht zugegebenermaßen noch eine halbe Oktave tiefer in den Keller hinab. Ein STAX SR009 brilliert mit der virtuoseren Hochtonauflösung. Und ein GRADO PS1000 malt dazu auch die vielleicht noch schöneren Klangfarben.

Wenn ich aber nur einen einzigen KH auf die oft zitierte einsame Insel mitnehmen könnte, würde meine Wahl höchstwahrscheinlich auf den ETHER FLOW fallen. Warum? Weil er einfach durch Souveränität und Gelassenheit überzeugt. Und dessen ungeachtet klanglich nahezu alles zu 99% richtig macht. Einzig allein die minimal eingeschränkte Transparenz verhindert hierbei die allerhöchsten Klangweihen am Kopfhörerolymp.

Der ETHER FLOW fasziniert zudem durch seine erstklassige klangliche Balance, überzeugt mit einer nahezu perfekten Tonalität und demonstriert jederzeit musikalische Geschlossenheit. Eine abstimmungstechnische Meisterleistung.

Kopfhörerenthusiasten, welche vornehmlich diese Tugenden in ihr Lastenheft geschrieben haben und auf die letzten 1% Schwerelosigkeit verzichten können, mögen mit dem ETHER FLOW vielleicht sogar IHREN Kopfhörer gefunden haben. Zumal der unverbindliche Verkaufspreis (1.999 €) für den highendigen Überzeugungstäter vielleicht noch so gerade die Freigabe von der hausinternen Geschäftsleitung erhält.

Uneingeschränkte Empfehlung jedenfalls von meiner Seite. Unbedingt probehören.

Euer Fidelio



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