Ich beschäftige mich mit dem Thema HIFI und Musik bereits seit meiner frühen Studienzeit, also zwischenzeitlich über 30 Jahre. Was so natürlich auch entsprechende Rückschlüsse hinsichtlich meines zarten Alters zulässt.

Um etwas Geld in die immer maue Studentenkasse zu spülen, habe ich schon damals nebenbei in einem kleinen aber feinen HIFI-Laden mit überwiegend britischen Gerätschaften gearbeitet und darüber hinaus von mir individuell konfigurierte Musikanlagen in exklusive Automobile eingebaut.

Da diese zum Teil doch recht komplexen Systeme klanglich rein nach Gehör abgestimmt werden mußten, hatte ich in meiner Heimatstadt Aachen und vielleicht auch ein wenig darüber hinaus alsbald den Spitznamen „Das Ohr“ weg. Und noch heute findet sich selbiges als nostalgisch angehauchtes Symbol in meinem Avatar wieder.

Bedauerlicherweise wurde die damalig sauer verdiente Kohle zumeist immer direkt in musikalische Sachwerte reinvestiert. Die Geschichte von den einfachen Apfelsinenkisten neben kostspieligen HIGH-END Pretiosen in der allerersten Wohnung ist bei mir tatsächlich nicht nur eine hohle Phrase.

Seit dieser Zeit habe ich infolgedessen schon einige Erfahrungen mit den verschiedensten Komponenten bezüglich einer möglichst authentischen Reproduktion von Musik gesammelt – sowohl im stationären als auch mobilen Bereich. Und diese Leidenschaft ist eigentlich auch zu keiner Zeit erloschen. Nur die Präferenzen haben sich berufs- und familienbedingt in den letzten Jahren dann doch etwas verschoben.

Vor ungefähr 5 Jahren wurde mein verstärktes Interesse für das Kopfhören wieder geweckt. Oder besser – verordnet, denn meine Frau schenkte mir zum Geburtstag einen entsprechenden Ohrlautsprecher – den GRADO RS1. Vielleicht waren ihr meine allnächtlichen Hörsitzungen auch einfach nur zu laut. Und der Zweck heiligt ja bekanntlich die Mittel.

Nicht, dass ich mich nicht auch schon früher mit dieser etwas anderen Art der musikalischen Wiedergabe beschäftigt hätte. Aber die Kopfhörer jener Zeit waren zumeist leider nicht geeignet, meine über alles geliebten Lautsprechersysteme tatsächlich adäquat zu ersetzen.

Und genau dies hat sich in den letzten Jahren geändert. Insbesondere der weltweite Siegeszug der Smartphones begünstigte dabei einen kontinuierlichen Fortschritt der mobilen Kopfhörersparte im Allgemeinen, aber auch die technologische Entwicklung von audiophil orientierten Kopfhörern im Besonderen.

Warum nun dieser Blog?

Das Angebot an HIGH-END Kopfhören und entsprechenden Kopfhörerverstärkern nebst den zumeist implementierten DA-Wandler-Lösungen wächst unaufhörlich. Und ein Ende ist nicht abzusehen. Zumal sich auch das Interesse von gestandenen Gralsrittern des Klanges immer stärker auf diese ehemalig klangliche Notlösung fokussiert.

Denn um eine ähnliche klangliche Performance mit dem bekannten stationären Equipment, bestehend aus Signalquellen, Verstärkern und Lautsprechern zu erzielen, müssen selbstverständlich ganz andere Summen in das schöne Hobby investiert werden. Und ich weiß an dieser Stelle ganz genau, wovon ich rede.

Leider geht mit dieser schier unglaublichen Evolution im Kopfhörerbereich eine ebensolche preisliche Explosion desselben einher. Je nach audiophilem Anspruch sollten somit potentielle Investitionen im Vorfeld genauestens kalkuliert werden. Womit wir wiederum bei der obigen Frage angekommen werden. Wozu nun dieser Blog?

Ganz einfach. Weil es ihn zuvor nicht gab. Zumindest nicht in dieser ausführlichen Form. Denn ich rezensiere für euch nicht nur die allerbesten HIGH-END Kopfhörer der Welt an den unterschiedlichsten Spielpartnern. Sondern ich versuche ebenso, allen ambitionierten Gralsrittern der feinen Töne ein wenig Hilfestellung bei potentiellen Kaufentscheidungen zu geben.

Um dies jetzt bitte nicht falsch zu verstehen. Nichts ersetzt die persönliche Hörprobe daheim. Und mit bekanntem musikalischen Material. Meine klanglichen Beurteilungen können somit selbstverständlich immer nur rein subjektiver Natur sein.

Vielleicht aber erleichtern sie dem Einen oder Anderen ja die entsprechende Vorabauswahl. Indem meine Testergebnisse einfach mit den eigenen individuellen Präferenzen abgeglichen werden. Und dadurch gegebenenfalls teure Fehlinvestitionen vermieden werden können.

Übrigens – wenn ihr zusätzliche Informationen zu den einzelnen Komponenten benötigt, zögert bitte nicht, mich einfach per e-Mail zu kontaktieren. Denn ich bin immer gerne bereit, euch mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Eine Frage steht natürlich im Raum. Wieso mache ich mir überhaupt diese ganze Mühe. Journalismus ist schließlich nicht mein eigentlicher Job. Und ich betreibe diesen BLOG ja grundsätzlich ohne jegliche monetären Zwänge und infolgedessen auch völlig unabhängig von Repressionen durch die Industrie.

Die Antwort darauf mag vielleicht ebenso banal wie verwunderlich erscheinen – weil es mir schlicht und ergreifend immer wieder großen Spaß macht.

In diesem Sinne. Welt aus. Musik an.

Euer Fidelio