Der rumänische Hersteller Meze Audio präsentiert, in kongenialer Zusammenarbeit mit dem ukrainischen Entwicklerteam von Rinaro Isodynamics, mit dem brandneuen MEZE ARTA einen kompromisslosen magnetostatischen Ohrlautsprecher für allerhöchste audiophile und handwerkliche Ansprüche.
Mit der ungewöhnlich hohen Impedanz von 225 Ω vereint der ARTA eine innovative magnetostatische Treibertechnologie mit der stets vorbildlichen Verarbeitungsqualität der High-End Manufaktur aus Baia Mare, sowie einer äußerst ansprechenden, weil kunstfertigen Gestaltung des neuen Kopfhörers.
Im Gegensatz zu herkömmlichen planaren Treibereinheiten, welche primär bei niedrigen Spannungen und hohen Strömen zum Einsatz kommen, ermöglicht das spezielle Hochimpedanz Design des neuen Hybrid Array Treibers MZ5 HΩ von Rinaro Isodynamics erstmalig den Betrieb in einem Hochspannungs-Niederstrom Modus.
Minimale dynamische Kompression
Dies führt nach Aussage von Meze Audio zu einer mustergültigen elektrischen Linearität über das gesamte Hörspektrum. Darüber hinaus führen kleine Ströme gleichermaßen zu einer geringeren Wärmeentwicklung und begünstigen somit eine homogene Membranspannung, was eine minimale dynamische Kompression zur Folge hat.
Außerdem wurde hinsichtlich der Spulengeometrie im Querschnitt eine höhere Dichte erzielt, welche den elektromagnetischen Antrieb gleichmäßiger über die Membranfläche verteilt. Dies führt zu einer höchstmöglichen Stabilität hinsichtlich der Auslenkung – ohne lokale Spannungspunkte. Dadurch soll der MEZE ARTA selbst bei anspruchsvollsten Hörpegeln nahezu verzerrungsfrei agieren.
Die neuartige Parus-Membran von Rinaro Isodynamics besteht aus einem ausgesprochen massearmen Verbundmaterial, welches selbst bei längeren Hörsitzungen dem thermischen Drift widersteht. Dies hält die transiente Reaktion selbst dann konstant, wenn der Treiber sich erwärmt und abkühlt – unabhängig von der jeweilig gewählten Abhörlautstärke.
Dazu werden im zweiförmigen Voice-Coil-Array unterschiedliche Spulengeometrien eingesetzt, welche jeweils auf einen bestimmten Frequenzbereich ausgelegt sind. Während die obere Spule dabei den niedrigen Frequenzbereich abdeckt, reproduziert die spiralförmige untere Spule hohe Frequenzanteile direkt in die Richtung des Gehörgangs.
Konsistenter klanglicher Charakter
Darüber hinaus bieten die klingenartigen, akustischen Flügel der offenen Treibergehäuse des ARTA nicht nur den sensitiven Membranen physischen Schutz, sondern gewährleisten überdies, dass die ausgefeilte Gitterstruktur die akustische Leistungsfähigkeit der Wandler zu keinem Zeitpunkt einschränkt.
Das spezifische Hochimpedanz Design des MEZE ARTA soll außerdem die Empfindlichkeit gegenüber den unterschiedlichen Ausgangsimpedanzen der einzelnen Spielpartner minimieren und somit sicherstellen, dass der klangliche Charakter des Ohrlautsprechers jederzeit gewahrt bleibt – gleichgültig, ob der ARTA dabei an Transistor- oder Röhrenverstärkern betrieben wird.
Infolgedessen wird die vom Hersteller gewünschte, musikalische Ausrichtung des rumänischen Kopfhörers zu keinem Zeitpunkt durch Artefakte der elektrischen Schnittstelle kontaminiert. Nichtsdestotrotz fängt der ARTA laut Meze Audio die subtile Wärme von Vertretern der Röhrenfraktion ebenso gekonnt ein, wie er die gesteigerte Präzision eines transistorbasierten Solid State Designs unterstreicht.
Hörtest folgt in Kürze
Was natürlich noch zu verifizieren wäre. Im zeitnah folgenden Klangtest werde ich dem MEZE ARTA demnach nicht nur ausführlich auf den akustischen Zahn fühlen, sondern den rumänischen Beau ferner mit einem fast schon legendären Ohrlautsprecher in diesem Preissegment konfrontieren. Der HIFIMAN SUSVARA stellt sich somit dem direkten Vergleich – ebenso wie der RAAL 1995 IMMANIS, welcher meine derzeitige Referenz auf Musicalhead markiert.
Ich muss euch diesbezüglich jedoch noch um ein klein wenig Geduld bitten, da nun erst einmal der wohlverdiente Sommerurlaub mit meiner besseren Hälfte in Italien ansteht. Im Anschluss werde ich mich aber selbstverständlich wieder der Rezension des MEZE ARTA widmen und euch explizit über meine klanglichen Eindrücke berichten. Versprochen.
Euer Fidelio
PS: Ich möchte mich an dieser Stelle ganz herzlich bei Thomas Halbgewachs vom Headphone.Shop bedanken, welcher für eine schnellstmögliche und unbürokratische Teststellung des rumänischen Ohrlautsprechers maßgeblich verantwortlich zeichnete und somit diese Vorstellung/ Rezension auf Musicalhead möglich gemacht hat.
(*) Die Testberichte auf Musicalhead geben ausschließlich meine persönliche Meinung zum Produkt wieder. Es handelt sich hierbei um redaktionelle Beiträge, welche aber durchaus eine werbende Wirkung beim Leser erzielen könnten, ohne dass ich von einem Unternehmen damit beauftragt wurde.