Test GRADO GS3000e

Ich schon wieder. Und zu meiner großen Freude teste ich für euch heute endlich den GRADO GS3000e. 

Bereits auf der diesjährigen HIGH-END in München hatte der neue Over Ear Kopfhörer aus der Statement-Serie von GRADO Labs mein Interesse geweckt und der Marketingleiter des deutschen Vertriebes, Frank Schick, mir ein Exemplar seines ausgewiesenen Lieblingsmodells für eine entsprechende Rezension auf Musicalhead fest zugesagt. Noch einmal ganz herzlichen Dank an dieser Stelle auch an die Geschäftsführer des HIGH-FIDELITY Studios, Gerald Jakob und Thomas Kaczmarek, für die problemlose und zeitnahe Bereitstellung meines Testkopfhörers. 

Obgleich die Kopfhörer der kleinen amerikanischen Manufaktur wie wohl kaum eine andere Marke bezüglich Optik, Haptik und Klang polarisieren, verbindet mich bekanntlich ein ganz besonderes Verhältnis mit den leicht anachronistischen Ohrlautsprechern aus Brooklyn. 

Denn speziell die Begeisterung für den GRADO RS1 fungierte vor einigen Jahren quasi als Initialzündung für meine leidenschaftliche Schreibarbeit in Bezug auf unser Hobby, was schlußendlich auch zur Etablierung dieses Blogs führte. Ohne meine damalige Begeisterung für die emotional geladene Wiedergabe eines RS1 gäbe es Musicalhead heute jedenfalls sicher nicht. 

Aber was genau unterscheidet die Kopfhörer der Amerikaner nun von zahlreichen anderen Marken? Weder die zum Teil rustikale Verarbeitung noch die etwas eigenwillige Klangsignatur scheinen schließlich geeignet, den nunmehr über 50 Jahre andauernden Erfolg der Marke GRADO vollumfänglich zu erklären. 

Wird den kleineren Modellen der New Yorker dabei zumeist noch ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis attestiert, lösen insbesondere die sehr viel teureren Over-Ear Versionen häufig kontroverse Diskussionen innerhalb der Kopfhörer Gemeinde aus. Und im unmittelbaren Vergleich zu den potentiellen Mitbewerbern sehen die vollständig von Hand gefertigten Ohrlautsprecher aus New York dann im wahrsten Sinne des Wortes ja auch „alt“ aus. 

Klassische dynamische Treiber aus (langjährig bewährtem) Kunststoff, gefühlte 30 verschiedene Holzbehausungen, daumendicke Zuleitungskabel und eine höchst simpel konstruierte Kopfband-Einstellmechanik, dazu versehen mit einem recht ambitionierten Preisschild – nichts spricht im Grunde dafür, sich unbedingt für einen Kopfhörer der Marke GRADO zu entscheiden.

Was zur Hölle also macht diese Ohrlautsprecher so besonders? Nun – sie vermitteln dem suchenden Gralsritter einfach die Freude an der Musik. Und zwar in allen möglichen Facetten. Denn die charakteristische Klangsignatur aller GRADO Kopfhörer variiert speziell durch die unterschiedlich verwendeten Klangschalen. Je nachdem welche Holzarten und Metalllegierungen in Form und Größe, einzeln oder in Kombination verwendet werden, klingen die einzelnen Modelle trotz größtenteils identischer Treiber schon recht unterschiedlich.

Und beim neuen GRADO GS3000e haben die Macher aus New York tatsächlich eine äußerst glückliche Hand bewiesen. Dazu später aber natürlich mehr. 

Verpackung & Ausstattung

Die erste Überraschung erfolgt direkt schon beim Auspacken meines neuen Kleinods. Denn die Familie Grado hat die berühmte Pizzaschachtel zwar nicht revolutioniert, die nun deutlich wertigere Anmutung kann aber zumindest als gelungene Evolution durchgehen.

Nach Aufklappen des neuerdings magnetisch fixierten Deckels (!) mit der schwarzen Aufschrift GRADO erfreut außerdem eine neue innere Ordnung mein Auge. Durch die etwas großzügigeren Abmessungen der weißen Kartonage findet der hölzerne Kopfhörer nebst Zubehör jetzt nämlich deutlich mehr Platz im grauen Schaumstoff vor und ist vor allen Eventualitäten des Lebens außerdem sichtlich besser geschützt.

Die Ausstattung beschränkt sich dann allerdings wieder auf das bereits langjährig bekannte Verlängerungskabel in 4,50 m Länge, einen Kabeladapter von 6,3 mm auf 3,5 mm, sowie auf eine kleine Geschichtsstunde zur Familienhistorie in Papierform. Natürlich nicht zu vergessen – die obligatorische Garantiekarte.

Die fest mit den 50 mm Treibern verlöteten, 12-adrigen Kupferkabel besitzen serienmäßig einen unsymmetrischen 6,3 mm Klinkenstecker, auf Wunsch ist der GS3000e aber auch in einer symmetrischen 4-Pol XLR-Anschlussvariante erhältlich.

Verarbeitung & Tragekomfort

An der Verarbeitungsqualität des GRADO GS3000e ist grundsätzlich nichts auszusetzen. Die Treibergehäuse aus zentralamerikanischem Cocobolo Holz, welches bereits im GRADO GH2 Verwendung findet, sind sowohl perfekt geschliffen als auch lackiert und werden hinsichtlich ihrer Musterung paarweise sehr sorgfältig selektiert. 

Das schwarz-lederne Kopfbügelband ist zudem sauber handvernäht und zusätzlich auf der Innenseite abgepolstert. Auch die 2 m messenden Anschlusskabel aus hochreinem OFHC-Kupfer sowie rhodinierte Kontaktstellen zeugen von dem Bestreben des Herstellers, auch kleinsten Details, welche einer Verbesserung der Klangqualität dienen, höchste Beachtung zu schenken.

Aber dennoch ist leichte Kritik angebracht. Warum werden auch im Jahre 2019 noch Kabelummantelungen verwendet, welche solch abenteuerlich verlaufende und unschön anzusehende Knickstellen aufweisen? Und muss das schon rekordverdächtige Gewicht des Kopfhörers von lediglich 255 Gramm tatsächlich durch ein derart schwergewichtiges Kabelmaterial konterkariert werden?

Obgleich die so aufsummierten Massen dem Tragekomfort des GRADO GS3000e natürlich keinerlei Abbruch tun. Die großflächigen Ohrpolster aus schwarzem Schaumstoff, deren Formstabiltät durch am Rand aufgebrachte Klebeschichten auch langfristig gewährleistet bleiben sollte, sind komforttechnisch vielleicht nicht unbedingt der Weisheit letzter Schluss, stellen akustisch allerdings eine geniale weil schallweiche Verbindung zwischen Treibermembran und Ohr her.  

Da meine Lauscher auch an keiner Stelle unangenehmen Kontakt mit Treiberabdeckung oder Polster aufnehmen und auch der Anpressdruck des Kopfhörers äußerst moderat ausfällt, steht ausgiebigen Hörsitzungen bis spät in die Nacht aus meiner Sicht absolut nichts im Wege.

Technik

Auch der GRADO GS3000e stellt, ebenso wie seine Markenkollegen, keine allzu großen Ansprüche an den antreibenden Spielpartner. Mit einer Impedanz von 32 Ohm und einem Kennschalldruck von nahezu 100 dB aufgrund der recht hohen Flußdichte der Antriebsmagnete, kann der hölzerne Ohrlautsprecher schon von kräftigeren DAP problemlos betrieben werden.

Das dynamische Treiberdesign wurde außerdem neu gestaltet und optimal an die nahezu resonanzfreien Cocobolo-Holzbehausungen angepasst. Der GS3000e verfügt laut Aussage des Herstellers über eine klangfarbenstarke Wiedergabe bei gleichsam höherer Verfärbungsarmut im Vergleich zu den Schwestermodellen der Statement-Serie.

Wie schon beim PS2000e wurden auch beim GS3000e alle klanglich relevanten Komponenten akribisch optimiert. Die Kanalabweichung der handselektierten Treiberpaare liegt bei erstaunlichen 0,05 dB, was insbesondere der räumlichen Abbildungsschärfe zugute kommt. Die massearmen Kunststoffmembranen sollen zudem für eine hohe Impulstreue und ein äußerst detailreiches Klangbild verantwortlich zeichnen.

Inwieweit aber der neue GRADO Kopfhörer dem PS-Spitzenmodell tatsächlich Paroli bieten kann, wird der folgende Klangtest natürlich noch aufzeigen.

Vorbereitung

Wie bereits erwähnt, gibt sich der GRADO GS3000e leistungstechnisch recht genügsam in Bezug auf das entsprechende Frontend. Aus diesem Grunde wähle ich als Spielpartner zunächst den mobilen WOO AUDIO WA11 aus, welcher aufgrund seiner analogen Klangcharakteristik sehr gut mit dem neuen Ohrlautsprecher aus der Statement-Serie harmonieren dürfte.

Außerdem kann ich erfreulicherweise so auch das letzte Aufbäumen des Spätsommers auf unserer Terrasse musikalisch geniessen. Transportable Komponenten haben ja durchaus etwas für sich. Als Signalquelle fungiert in diesem Fall mein iPHONE X, welches über einen AUDIOQUEST JITTERBUG die so bereinigten Digitaldaten per USB an die Wandlersektion des WA11 weiterreicht.

Aber selbstverständlich gönne ich dem GS3000e im zweiten Schritt auch ein stationäres Setup. Infolgedessen kombiniere ich den amerikanischen Ohrlautsprecher mit dem QUESTYLE CMA TWELVE MASTER, welcher die digitale HIGH-RES Kost über meinen mit AUDIRVANA+ Software optimierten iMAC bezieht.

In beiden oben genannten Fällen wird der GS3000e dabei unsymmetrisch per 6,3 mm Klinke betrieben. Das Testmaterial setzt sich wie üblich zusammen aus mir wohl bekannten musikalischen Hörbeispielen aus Klassik, Jazz, Blues, Rock und Pop, vorwiegend in HIGH-RES Auflösung.

Weitere Informationen zum GRADO GS3000e erhaltet ihr wie immer auf der Homepage des Herstellers unter: https://gradolabs.com/headphones/statement-series/item/110-gs3000e oder auch auf den Seiten des deutschen Vertriebes unter: http://www.high-fidelity-studio.de/high-fidelitystudio/Grado_GS3000e.html

Klangtest

Die Klangsignatur eines GRADO Kopfhörers ist nach wie vor einzigartig. Und auch der neue GS3000e macht da keinerlei Ausnahme. In Kombination mit dem WOO AUDIO WA11 weiß der Kopfhörer aus New York augenblicklich zu begeistern. Insbesondere Stimmen und akustische Instrumente intoniert der Ohrlautsprecher sehr gefühlvoll und mit viel Hingabe, verbunden mit einem unvergleichlich zarten Schmelz.

Allein dies wäre schon Grund genug, dem Cocobolo-Augenschmeichler unverzüglich auch akustisch zu verfallen. Der GRADO glänzt aber ebenso mit einer meisterhaft ausbalancierten Tonalität. Kein Frequenzbereich wird speziell präferiert, der oftmals etwas aufdringliche Präsenzbereich früherer Modelle gehört offensichtlich der Vergangenheit an. Speziell im Hochtonbereich geht der GS3000e nun gleichsam entspannter zu Werke, ohne dabei die Detailarbeit zu vernachlässigen. 

Der Bassbereich des GS3000e ist hervorragend strukturiert, überzeugt mit Druck und Kontur und beeindruckt ferner mit einer blitzschnellen Impulsantwort. Einzelne Bassläufe lassen sich demzufolge bis ins kleinste Detail problemlos nachverfolgen. Die Anbindung an den erdigen Grundton gelingt dem GRADO darüber hinaus ganz ausgezeichnet.

Einzig der Tiefbassbereich bietet Anlass zur Kritik. Denn ein relativ früher Pegelabfall im Frequenzkeller tritt, je nach musikalischer Kost, mitunter wahrnehmbar zu Tage und ist fast schon symptomatisch für die Kopfhörer aus Brooklyn. Um dies jetzt bitte nicht falsch zu verstehen – selbstverständlich gibt der GS3000e auch die tiefen Töne wieder. Nur eben mit deutlich verringerter Lautstärke. 

Dies wird allerdings auch erst im unmittelbaren Vergleich mit bassgewaltigen orthodynamischen Kopfhörern wie beispielsweise dem MRSPEAKERS ETHER2 ohrenscheinlich. Wer dagegen ausschließlich mit dem GRADO seinen musikalischen Pretiosen frönt, vermisst vermutlich rein gar nichts. Zumal eine leichte Anhebung im mittleren Bassbereich die Schwäche im Tiefbass recht gut kaschiert. 

Der Mitteltonbereich markiert bekanntlich die große Stärke eines jeden GRADO Kopfhörers. Siehe oben. Und hier überschüttet der GS3000e den Gralsritter der feinen Töne geradezu mit überbordenden Klangfarben und musikalisch fein aufbereiteten Informationen. Der Kopfhörer versteht es zudem perfekt, den Zuhörer tief in das musikalische Geschehen hineinzuziehen und emotional mitzureißen.

In diesem Punkt übertrifft der GS3000e meines Erachtens auch den Bruder aus der PS-Serie. Denn obgleich der PS2000e die Musik bisweilen noch etwas akribischer zelebriert und auch geringfügig fokussierter aufspielt, vermag dieser es IMO nicht, den Zuhörer in gleichem Maße in Selbige zu involvieren. 

Im Gegensatz zum leicht distanziert musizierenden PS2000e führt der GS3000e den Gralsritter gefühlt noch etwas dichter an die klanglichen Ereignisse heran, was subjektiv zu einer feinfühligeren Wahrnehmung derselben führt. Im klangrelevanten Mittelton ist der neue GRADO eine Macht.  

Der Hochtonbereich fügt sich dazu kohärent in den klanglichen Kontext ein. Frühere Kopfhörerserien der Amerikaner fielen gelegentlich durch eine etwas spitze Sibilantenwiedergabe negativ auf. Der GS3000e hingegen schmeichelt dem Gehör mit seidigen Höhen bei einer dennoch fantastischen Detailarbeit. Denn das Auflösungsvermögen im Hochton ist geradezu vorzüglich. 

Auch minimalste Dynamiksprünge meistert der GRADO dabei mit Bravour. In feingeistiger Art und Weise bringt er selbst bei geringen Abhörpegeln jedwede Schattierung im musikalischen Quellmaterial zu Gehör. Aufgrund des exzellenten Wirkungsgrades beherrscht der GS3000e aber selbstverständlich ebenso das volle grobdynamische Programm. 

Großorchestrale Einsätze beispielsweise erfolgen nahezu ansatzlos und mit einer explosiven Attacke. Speziell in komplexen Passagen begeistert der Ohrlautsprecher zudem mit seinem superben Timing. Die Musik befindet sich in einem permanenten Fluß. Einfach große Klasse.

Die entsprechenden Räume in Breite und Tiefe authentisch abzubilden, gelingt dem GRADO GS3000e dabei in überragender Manier und steht dem PS2000e IMO in nichts nach. Letzterer fokussiert die musikalischen Ereignisse zwar noch etwas präziser im Raum und versieht selbige überdies auch mit einer minimal höheren Randschärfe, der Cocobolo-Hörer kontert aber dagegen mit geringfügig mehr Korpus, welchen er einzelnen Akteuren verleiht. Geschmacksache.

Interessanterweise skaliert der GS3000e am QUESTYLE CMA TWELVE MASTER in geringerem Maße als erwartet. Der Kopfhörer legt zwar in allen klanglichen Disziplinen leicht zu, insbesondere hinsichtlich der Transparenz im Mitteltonbereich und einer etwas filigraneren Detailarbeit im oberen Hochton, die Unterschiede sind überraschenderweise aber eher marginaler Natur. Somit empfiehlt sich der neue GRADO auch für eine Paarung mit preiswerteren Spielpartnern, da diese IMO nur moderate Einbussen in Bezug auf die allgemeine Performance erwarten lässt.

Nachfolgend fasse ich die klanglich relevanten Bereiche noch einmal kurz für euch zusammen:

BASSIST

Hervorragende Strukturierung und Kontur mit Nachdruck im mittleren Bassbereich. Ansatzlos trockener Anschlag, blitzschnelle Impulsantwort. Allerdings recht früher Abfall im Tiefbass. Nichts für Bassheads.

MITTELTON

Erdiger Grundton mit warmem Timbre, tonal dennoch ausgeglichen. Transparente Darstellung von Stimmen und Instrumenten bei gleichsam hoher Plastizität. Wunderbarer Klangfarbenreichtum. Emotional ergreifend. Klasse.

HOCHTON

Seidige Hochtonwiedergabe bei ausgezeichneter Detailarbeit. Vorzügliches Auflösungsvermögen. Leicht dunklere Abstimmung im Vergleich zum GS2000e. Ebenso entspanntere Reproduktion von Sibilanten.

DYNAMIK

Exzellente feindynamische Qualitäten. Gefühlvolle Aufbereitung auch kleinster musikalischer Schattierungen. Eindrucksvolle Grobdynamik mit explosiver Attacke bei adäquater Leistungszufuhr.

RÄUMLICHKEIT

Großzügige Raumabbildung mit hervorragender Expansion in Breite und Tiefe. Sehr authentisch wirkende Nachhallfahnen. Präzise Fokussierung der Akteure im räumlichen Kontext. Hohe Randschärfe, aber nicht ganz auf dem Niveau des PS2000e.

Mein Fazit

Der neue GRADO GS3000e macht seinen Schöpfern in New York wieder einmal alle Ehre. Und wie schon der PS2000e markiert er offensichtlich eine neue klangliche Zeitrechnung bei den großen Ohrlautsprechern der amerikanischen HIGH-END Manufaktur.

Der GS3000e agiert tonal deutlich ausgeglichener als seine Vorgänger und verkneift sich ungebührliche Härten im Klangbild nun auch bei ambitionierteren Pegelstellungen. Im Gegensatz zum PS2000e spielt der neue Cocobolo Kopfhörer auch geringfügig entspannter auf, verbunden mit einem angenehm dunklen Timbre und trifft so sicherlich den Geschmack vieler Gralsritter der feinen Töne, welche mit einem GRADO liebäugeln.

Die leichte Schwäche im Tiefbassbereich läßt sich meiner Meinung nach verschmerzen, sofern man nicht vorwiegend in exzessiven Bassorgien schwelgen möchte. Zumal der GS3000e in den übrigen klanglichen Disziplinen ausschließlich mit Bestnoten begeistert. 

Und obgleich das Spitzenmodell der Amerikaner aus der PS-Serie vielleicht noch etwas akribischer zu Werke geht und allerfeinste Strukturen noch ein wenig detaillierter auflöst als das Holzpendant, nimmt der neue GS3000e seinen Zuhörer IMO musikalisch einfach noch ein ganzes Stück mehr für sich ein.

Jedenfalls ist für mich am Ende des Tages nachvollziehbar, dass Frank Schick den GS3000e als seinen neuen Lieblingskopfhörer auserkoren hat. Denn dieser neue Ohrlautsprecher aus den heiligen Hallen von Brooklyn ist ab sofort auch mein neuer Favorit. Er verkörpert die klanglichen Tugenden der Marke GRADO im Allgemeinen und konzentriert sich auf die musikalischen Stärken im Besonderen.

Und genau so sollte es sein. Demzufolge erhält der GS3000e zu einem Verkaufspreis von 2.099,- Euro natürlich auch meine Empfehlung von Herzen.

Euer Fidelio



RELATED POSTS


COMMENTS2

  1. Hallo Fidelio,
    bis zum heutigen Tag habe ich noch keinen Kommentar, Rezession oder ähnliches im Internet verfasst, hier also mein Debüt.
    Erst einmal tausend dank für diese grandiose Seite. (nun aber)
    Auch ich wurde von den Grado angefixt. Doch irgendwann konnte ich mir die Kabel nicht mehr schön reden und der Wunsch nach austauschbar überwiegte. Sodas ich mich auf die Suche nach einer Alternative machte. Meine Wahl traf auf den Meze Empyrean mit extra symmetrischen Kabel. Was soll ich sagen: Endlich ein Kopfhörer der seiner Optik und Haptik dem Preis entsprechend gerecht wird.
    Ich konnte mich gar nicht genug satt sehen an diesen edeln Hörern und dann kam der Hörtest.
    Die Empyrean gehören zu den besten KH die ich gehört habe, doch irgendwie hatte ich das Gefühl das irgendwas fehlt. Mit wollte nicht so recht erschließen woran das liegt, es war ja alles da.
    – der HK sieht extrem gut aus
    – er fühlt sich gut an
    – alle beweglichen Teile sind so verarbeitet das Mann ein gutes Gefühl bekommt
    – unterschiedliche Ohrpolster
    – Kabel austauschbar
    – tiefen, mitten und Höhen genau auf den Punkt
    Also was fehlt denn da?
    Nach den ersten zwei Stunden mit meinen neuen HK bekam ich heiße Ohren und ich sehnte mich nach meinen luftigen Grados.
    Also wechselte ich wieder zu den Grados und sofort wusste ich was den Empyrean fehlte „Emotionen“ (tut mir leid, aber so ist es)
    Ich habe dann noch die Empyrean zwei Wochen eingespielt, mit der Hoffnung das sie mir die gleichen Emotionen vermitteln können wie die Grados. Aber naja ich habe sie zurück geschickt.
    Seit November 2018 habe ich nun die Grado GS3000E bei mir:
    – ich hasse das Kabel
    – ich habe Angst vor der Plastik Aufhängung ( bei meinen ersten Grados sind die schon gebrochen)
    Und wenn die gebrochen sind gibt es keine Möglichkeit der Reparatur ((außer Klebeband und Sekundenkleber)wie bei meinen ersten)
    Aber scheiß egal denn diese Luftigkeit, mit der man wirklich über mehrere Stunden hören kann, lässt alles vergessen.

    Ach ne, vergesst alles was ich vorher geschrieben habe.
    Das beste an den Grado GS3000E ist
    das er Emotionen auslöst
    – ich liebe sie

    • Hallo Sönke,
      freut mich, dass für dich die Musikalität an erster Stelle steht. Denn so sollte es sein. Und bei allen Unzulänglichkeiten muss man genau aus diesem Grunde die Kopfhörer aus Brooklyn einfach lieben. 🙂
      Lieben Gruß
      Wolfgang


LEAVE A COMMENT