Test WOO AUDIO WA11 TOPAZ

heute teste ich nach einigen Anläufen für euch nun endlich den brandneuen WOO AUDIO WA11 TOPAZ. 

Dieser mobile DAC/Kopfhörerverstärker der New Yorker High-End Manufaktur markiert meiner Auffassung nach eine neue Zeitrechnung im Produktportfolio von Jack Wu – denn erstmalig kommt ein reiner Transistorverstärker in purer CLASS A Topologie zu seinem musikalischen Einsatz. Ein echtes Novum für die Amerikaner.

Und Jack hat sich mit der Präsentation des WA11 TOPAZ zudem recht viel Zeit gelassen – immerhin datiert die erstmalige Präsentation des PASSPORT-Prototypen auf Musicalhead schon ein ganzes Jahr zurück. Wie doch die Zeit vergeht. 

Um so neugieriger war ich natürlich, als Jack mir vor einigen Wochen anbot, das zwischenzeitlich serienreife Gerät einem ausführlichen Hörtest zu unterziehen. Denn meine ersten klanglichen Eindrücke waren ja bereits sehr vielversprechend, was allerdings wiederum auch meine persönliche Erwartungshaltung an den schwarzen Zwerg etwas stärker schürt. 

Ich möchte mich wie immer an dieser Stelle übrigens noch einmal ganz herzlich bei Jack Wu für die zeitnahe Bereitstellung meines Testgerätes bedanken. New York – Würselen in nur 3 Tagen. Noch Fragen? 

Verarbeitung & Ausstattung

Alle Produkte von WOO AUDIO werden bekanntlich sehr präzise und sorgfältig aus hochwertigen Materialien produziert. Der Kunststoffanteil tendiert dabei praktisch gegen Null, was den Geräten von Jack grundsätzlich eine hohe optische und haptische Wertigkeit verleiht.

Der WA11 TOPAZ macht hier natürlich keine Ausnahme. Alle Bauteile des Aluminiumkorpus sind extrem passgenau gefertigt und verfügen über nahezu perfekte Spaltmaße. Sauber überfräste Kanten, nahtlos in das Gehäuse eingelassene Buchsen und Schalter, sowie ein leichtgängiger Lautstärkeregler zeugen von viel Liebe zum Detail.

Das mattschwarz eloxierte Gehäuse ist auf der Unterseite zusätzlich mit einer wildlederartigen, dünnen Auflage versehen, welche den TOPAZ zum einen sicher auf meinem Arbeitstisch fixiert und zum anderen zuverlässig vor Kratzern schützt.

Das Produktdesign wurde zudem nochmalig überarbeitet, das sämig zu drehende 4-Kanal-Potentiometer von TKD beispielsweise sehr formschön in den einseitig rund ausgeführten Gehäuseabschluss integriert. Toll gemacht.

Im Gegensatz zum bereits getesteten WOO AUDIO WA8 ECLIPSE kann der nur 455 Gramm leichte neue WA11 TOPAZ dazu nicht nur mit einem wesentlich geringeren Gewicht aufwarten, sondern auch einige Features mehr auf der Ausstattungsseite verzeichnen. 

Denn während der kleine Röhrenverstärker im Ausgang lediglich über 2 unsymmetrische Kopfhörerbuchsen verfügt, beherrscht der vollsymmetrisch aufgebaute Transistorverstärker auch diese deutlich leistungsträchtigere Betriebsart. 

Neben der obligatorischen 6,3 mm Klinke glänzt der TOPAZ demzufolge mit einem topaktuellen 4,4 mm Pentaconn Anschluss. Obgleich viele Spielpartner herstellerseitig noch nicht mit diesen neuen Steckern ausgerüstet werden. Glücklicherweise war meinem Testpaket aber ein entsprechender 4-pol-XLR-Adapter beigelegt. Danke Jack. 

Wird ein potentieller Spielpartner infolgedessen vom WA11 TOPAZ symmetrisch angesteuert, stellt der WOO AUDIO an seinen beiden Ausgängen im Idealfall eine stromstabile (!) Leistung von 2 x 1.200 mW an 30 Ohm bereit – nicht schlecht für einen mobilen Zwerg.

Außerdem eignet sich der neue Transistorverstärker aufgrund seiner etwas kompakteren Abmessungen (155 x 85 x 27 mm) IMO auch besser für den mobilen Einsatz, zumal der kleine Amp selbst unter Vollast erstaunlicherweise eine nur sehr geringe Wärmeentwicklung aufweist. 

Die gleiche Pentaconn Anschlussvariante findet sich im Übrigen auch eingangsseitig wieder, um potentiellen symmetrischen Zuspielern den derzeit angesagtesten Zugang zu verschaffen. Aber selbstverständlich nimmt der TOPAZ über eine USB-C Micro-Buchse ebenso Kontakt mit einem PC, Laptop oder auch mobilen IOS/Android Gerätschaften auf. 

Ein weiterer Micro-Anschluss des gleichen Typs zeichnet für die Ladung des integrierten Lithium-Ionen-Akkumulators verantwortlich, welcher dem Kopfhörerverstärker zu einer Spieldauer von bis zu 6 Stunden verhilft – je nachdem welcher der genannten Eingänge zuvor angewählt wurde.

Wird der USB-C Port des WOO AUDIO direkt mit digitalen Daten beschickt, wandelt der implementierte Chipsatz selbige in musikalische Kost um und versorgt damit die nachgeschalteten analogen Ausgangsstufen. 

Der integrierte Referenz-DAC, bestückt mit einem ESS-Sabre-Chipsatz 9018K2M, ist zeitgemäß dazu befähigt, sowohl PCM bis zu 24-bit/384 kHz als auch DSD128 über DoP-Wiedergabe hochauflösend zu dekodieren. Und diese zusätzliche Leistungsanforderung verkürzt selbstredend die mögliche Laufzeit des Akkus.  

Der jeweilige Ladestand wird dabei über 4 weisse Leuchtdioden auf der Oberseite des Gerätes angezeigt, welche unmittelbar neben dem Power-Druckschalter platziert wurden. Eine weitere, seitlich angebrachte Diode gibt über die Farben Rot und Grün Auskunft bezüglich des Ladevorgangs. Der WA11 TOPAZ kann somit gleichzeitig aufgeladen und dauerhaft betrieben werden. Sehr praktisch. 

Zwei seitlich angebrachte Schiebeschalter komplettieren schließlich die Ausstattungsliste. Und neben einem Eingangswahlschalter USB/Line findet sich gleichsam eine Umschaltmöglichkeit auf eine „High-Power“ Leistungsvariante. Und in eben dieser Stellung packt der kleine Kopfhörerverstärker bei Bedarf dann richtig den Hammer aus – soviel sei an dieser Stelle schon einmal verraten.

Das weitere Zubehör des kleinen CLASS-A Transistorverstärkers gestaltet sich eher zweckmäßig, als üppig bemessen. In der Kartonage findet sich außer einer maßgeschneiderten Transporttasche noch ein Universalnetzteil zur Anpassung an die jeweiligen Spannungsanforderungen, ein USB-Kabel, sowie eine Quick-Start Anleitung in englischer Sprache. Das war’s.

Vorbereitung

Um dem mobilen Top-Anspruch des WOO AUDIO WA11 TOPAZ vollständig gerecht zu werden, wähle ich als erste Spielpartnerin die ebenfalls brandneue ABYSS DIANA PHI. Selbige sollte problemlos in der Lage sein, die klanglichen Qualitäten des KHV/DAC umfassend offenzulegen. 

Außerdem interessiert mich natürlich auch brennend, ob sich der WOO AUDIO tonal mit dem etwas wählerischen MEZE EMPYREAN verträgt. Denn der MEZE macht’s halt nicht mit Jedem. Demzufolge wird das dynamische Duo mit auf meine Liste gesetzt. 

Und selbstverständlich darf auch eine akustische Überprüfung der obligatorischen IEM Kompatibilität nicht fehlen. Mein IBASSO IT04 tritt deshalb exemplarisch für dieses Segment an. Mit einer angegebenen Ausgangsimpedanz von lediglich 1 Ohm an allen Ausgängen dürften Störgeräusche aber eigentlich kein Thema sein. 

Zu guter Letzt erhält der bekanntermaßen recht leistungshungrige HIFIMAN SUSVARA noch einige Spielzeit am kleinen KHV. Denn es gilt abschließend ja noch die Frage zu klären, ob der TOPAZ auch größere Kaliber musikalisch adäquat befeuern kann. Wir werden sehen.

Alle zuvor genannten Kopfhörer spielen in erster Linie symmetrisch mit dem WOO AUDIO zusammen. Außer dem von Jack beigelegten, übrigens sehr edel wirkenden 4-pol XLR/Pentaconn-Adapter für die Over-Ear’s verwende ich des Weiteren ein FIIO BL44 Kabel aus monokristallinem Kupfer, welches dem IBASSO verbindungstechnischen Zugang verschafft.  

Natürlich teste ich der Vollständigkeit halber aber ebenso den unsymmetrischen 6,3 mm Klinkenausgang des TOPAZ, um gegebenenfalls qualitative Unterschiede der beiden Ausgänge zu ermitteln.

Als Signalquelle dient mir primär ein APPLE iPHONE X für den mobilen Einsatz, welches über den notwendigen CCK-Adapter mit dem USB-C Eingang des WOO AUDIO verbunden wird. Stationär werden die digitalen Daten, durch AUDIRVANA+ Software bereinigt, von meinem APPLE iMAC an den Wandler des Zwerges übertragen.

Die grundsätzlich vorhandene Möglichkeit, den symmetrischen Line-Eingang des WA11 TOPAZ mit analoger Kost zu beschicken und so alleinig die Verstärkersektion des WOO AUDIO zu inspizieren, habe ich in Ermangelung der entsprechenden Adapter leider nicht wahrnehmen können. Vielleicht ja ein anderes Mal.

Als musikalisches Testmaterial dienen mir wieder einmal die üblichen Verdächtigen aus Klassik, Jazz, Blues, Pop und Rock. Die entsprechenden Digitaldaten in HIGH-RES Auflösung werden entweder direkt über QOBUZ gestreamt und/oder stationär zusätzlich von der implementierten/externen Festplatte des APPLE iMAC abgerufen.

Weiterführende Informationen zum WOO AUDIO WA11 Topaz erhaltet ihr wie üblich auf den Seiten des Herstellers unter: https://wooaudio.com/amplifiers/wa11

Klangtest

Bereits nach den ersten Takten Musik im Zusammenspiel mit der ABYSS DIANA PHI wird mir schlagartig klar, dass ich beim WA11 TOPAZ nicht meine üblichen mobilen Maßstäbe ansetzen kann. Denn dieser kleine WOO AUDIO spielt eher in der Liga von stationären Kopfhörerverstärkern mit. Und zwar ziemlich weit oben.

Meine erste Probandin eignet sich, wie übrigens alle Kopfhörer von Joe Skubinski, aufgrund des nach wie vor latenten Leistungshungers nur sehr bedingt für den Betrieb an einfachen DAP.

Aber dieser Kraftzwerg treibt die wählerische Lady im High-Power Modus bis hin zu ohrenbetäubenden Pegeln problemlos an. Verzerrungsfrei, versteht sich. Um meine Ohren nicht unnötigerweise über Gebühr zu strapazieren, habe ich den WOO AUDIO dann kurzerhand mit dem großen Bruder AB1266 PHI verbunden, welcher ja ebenfalls nicht unbedingt als Kostverächter gilt.

Mit dem gleichen Ergebnis. Wo der damalige Prototyp PASSPORT ab einer gewissen Lautstärke rigoros den Dienst quittierte und zwangsläufig eine kurze (Hör-)pause einlegte, schwelgt der TOPAZ auf Wunsch in ausufernden Basskaskaden. Ziemlich eindrucksvoll für ein mobiles Gerät. 

Aber der WOO AUDIO kann selbstverständlich nicht nur Leistung. Denn bei der Implementierung des DAC von ESS hat Jack Wu ein äußerst glückliches Händchen bewiesen. Und die analogen Ausgangsstufen sehr gelungen angepasst.

Typisch für diesen Wandlertyp der Amerikaner zeichnet der WA11 TOPAZ somit komplexe musikalische Strukturen zwar stets feinsinnig durch, verkneift sich dabei aber jegliche Härten im Klangbild. Genau so muss das sein.

Wobei sich die ABYSS DIANA PHI im Vergleich zur Vorgängerin im Hochtonbereich auch etwas weniger zickig gibt. Überhaupt erweist sich die mobile Kombination im Verlauf meiner Rezension als die nahezu perfekte Wahl. Denn rein symmetrisch betrieben ist gegen die akustische Ehe dieser beiden Spielpartner nämlich so gut wie kein klangliches Kraut gewachsen.

Wie bereits erwähnt drückt und schiebt der WA11 TOPAZ im Tiefbass gnadenlos an, versieht Bassläufe mit ausgezeichneter Kontur und kickt im Oberbass, dass es eine wahre Freude ist. Dabei bleibt der substanzielle Grundtonbereich sehr gut durchhörbar, frequenztechnische Überlagerungen sind für mich zu keiner Zeit auszumachen.

Erstaunlich ist auch die überragende Plastizität des kleinen WOO AUDIO im Mitteltonbereich. Insbesondere Stimmen und Instrumente besitzen Korpus und Volumen, wirken aber dennoch scharf gerändert und werden zudem präzise im Raum platziert. Gepaart mit einer vorbildlichen Neutralität. Dies gelingt in der Regel nur wesentlich größeren – und zumeist deutlich teureren – stationären Kopfhörerverstärkern.

Und da der WA11 TOPAZ auch im Hochtonbereich rein gar nichts anbrennen lässt, sondern in Verbindung mit der DIANA PHI hier ebenfalls mit akribischer Auflösung bei gleichsam entspannter Sibilantenwiedergabe glänzt, müssen auf der Kopfhörerseite wohl noch größere Kaliber aufgefahren werden, um den Zwerg ernsthaft in Bredouille zu bringen.

Kein Problem. Der HIFIMAN SUSVARA gehört sicherlich zu den anspruchsvollsten Kandidaten im Olymp der audiophilen Ohrlautsprecher. Und sollte dem Bonsai somit aller Voraussicht nach seine systemimmanenten Grenzen aufzeigen können.

Aber von wegen laues Lüftchen. Der WA11 TOPAZ verhebt sich selbst an diesem orthodynamischen Schwergewicht keineswegs. Auch bei recht ambitionierten Abhörpegeln geht der Kopfhörerverstärker leistungstechnisch nicht in die Knie und agiert überdies ohne wahrnehmbare Verzerrungen. Ungläubiges Staunen meinerseits ist die logische Folge.

Erst im direkten Vergleich zu einem Weltklasseverstärker wie dem RIVIERA AIC10 wird offensichtlich, dass es der mobilen schwarzen Gerätschaft mit dem schweren SUSVARA im Schlepptau dann doch etwas an der Souveränität des italienischen Beaus mangelt.

Verbunden mit einem unerhörten Klangfarbenreichtum schafft der AIC10 mühelos die imposantere Bühnenabbildung, leuchtet Räume in die Tiefe heller aus, umgibt einzelne Akteure mit einfach mehr Luft und fokussiert selbige wie festgenagelt am jeweiligen, imaginären Ort. Allerdings auch zu einem –  signifikant – höheren Kurs. Upps.

In seiner Preisklasse dagegen hat der WOO AUDIO WA11 TOPAZ derzeit keinerlei Konkurrenz zu fürchten. Hohe Leistungsfähigkeit in Kombination mit ausgewogenen klanglichen Fähigkeiten in einer kompakten und gleichsam transportablen Form weisen zweifellos den Weg in die Zukunft. Und der TOPAZ steht exemplarisch für diese neu erstarkte Produktkategorie.

Und auch dem MEZE EMPYREAN verleiht der schwarze Ziegel wahrhaftig Flügel. Der ein wenig röhrenscheue Magnetostat präferiert eindeutig eher hell timbrierte Transistorverstärker mit möglichst prägnanter Basskontrolle und findet im WA11 TOPAZ einen nahezu idealen Spielpartner.

Der leicht dominante Bassbereich des EMPYREAN wirkt in Kombination mit dem WOO AUDIO sehr differenziert und besser strukturiert als über jedwede röhrenbewehrte Alternative, gleichzeitig verfügen Stimmen und Instrumente über ein kraftvolles Timbre mit feinsinniger Akzentuierung. Und dass der MEZE leistungstechnisch angeblich sehr anspruchslos agiert, ist wohl eher in die Rubrik Marketing einzuordnen. 

Im  „Low Power“ Modus zeigt der WA11 TOPAZ schließlich auch ein großes Herz für IEM. In Kombination mit dem iBASSO IT04 spielt der WOO AUDIO ebenso dynamisch auf wie zuvor an den großen Vertretern der Spezies Kopfhörer und agiert erwartungsgemäß vor einem rabenschwarzen Hintergrund ohne jegliches Eigenrauschen.

Fast hätte ich es bei aller Begeisterung ob der famosen klanglichen Qualitäten im symmetrischen Betrieb versäumt, euch natürlich noch meine klanglichen Eindrücke hinsichtlich der unsymmetrischen Variante mitzuteilen. 

Nun, um es kurz zu machen – der WA11 TOPAZ gibt sich auch hier keine akustische Blöße, malt das musikalische Geschehen vielleicht mit geringfügig dickerem Pinsel und läßt hier und da auch einige filigranere Striche aus, ohne aber dabei zu dick aufzutragen oder gar den Pfad der Neutralität zu verlassen.

Allerdings empfehle ich wenn immer möglich, doch eher die erstgenannte Leistungsoption zu wählen, zumal dem TOPAZ in der zuletzt Getesteten auch ein wenig schneller die Puste ausgeht und infolgedessen die räumliche Abbildung sodann etwas verflacht.  

Nachfolgend noch einmal die einzelnen Frequenzbereiche im kurzen Überblick (im kongenialen Zusammenspiel mit der ABYSS DIANA PHI):

BASS

Tiefreichende, dabei knochentrocken strukturierte und absolut impulstreue Basswiedergabe mit erstklassigem Druck. Viel besser geht es nicht mehr.

MITTELTON

Der substanzielle Grundton in Verbindung mit natürlichen Klangfarben und einer sehr schnellen Transientenwiedergabe verleiht Stimmen und Instrumenten eine enorme Authentizität. Grandios.

HOCHTON

Ausgezeichnetes Auflösungsvermögen im Hochton bei gleichsam sehr entspannter Reproduktion von Sibilanten. Völlig nahtlos wirkende Anbindung an den oberen Mitteltonbereich. Einfach klasse.

RÄUMLICHKEIT

Exakte Staffelung und Fokussierung einzelner musikalischer Ereignisse im Raum, aber nicht ganz auf dem Niveau von stationären Geräten der absoluten Spitzenklasse. Dennoch sehr überzeugend.

DYNAMIK

Das größte Pfund dieser Kombination. Explosives dynamisches Verhalten im symmetrischen Betrieb, insbesondere bei plötzlichen Lautstärkeänderungen. Sensationelle Leistungsreserven ohne erkennbare Limitierung im hörtechnisch relevanten Bereich. Top.

Mein Fazit

Jack Wu ist mit dem WOO AUDIO WA11 TOPAZ meines Erachtens ein ganz großer Wurf gelungen. Gerade im Zusammenspiel mit der neuen ABYSS DIANA PHI zeigt der kleine DAC/ Kopfhörerverstärker als mobile Allzweckwaffe sein gewaltiges klangliches Potential auf.

Dies ist für ein mobiles Gerät nicht nur mehr als beeindruckend, der schwarze Zwerg hält auch einige etablierte Riesen auf klangliche Distanz. Und das ist für mich die eigentliche Überraschung – denn der TOPAZ macht stationäre Gerätschaften in dieser Preisklasse unter Umständen tatsächlich obsolet. 

Womit wir jetzt beim einzigen wirklichen Kritikpunkt angelangt wären. Denn die WOO AUDIO Geräte sind in Deutschland nach wie vor leider nicht im offiziellen Handel erhältlich, weil bislang immer noch keine entsprechende Distribution gefunden wurde.

In den USA wird der WA11 TOPAZ ab sofort zu einem Verkaufspreis von 1.399,- Dollar angeboten. Bei der gebotenen Performance nicht weniger als ein veritables Sonderangebot. Und selbstverständlich verbunden mit der Offerte von WOO AUDIO, den KHV auch direkt aus New York importieren zu können.

Dies ist natürlich grundsätzlich kein Hexenwerk, man sollte bei einer potentiellen Kaufabsicht allerdings immer noch die anfallenden Steuern, sowie Zoll- und Versandkosten in die Gesamtrechnung mit einkalkulieren. Dann klappt’s auch mit den Amerikanern.

Ungeachtet dessen erhält diese musikalische Perle natürlich meine vollumfängliche Empfehlung. Speziell in Kombination mit der DIANA PHI ist der WOO AUDIO WA11 TOPAZ ohne jeden Zweifel der beste mobile Kopfhörerverstärker, welcher mir bislang unter die Ohren gekommen ist. Meine neue mobile Referenz.

Und fast schon ein Muss für jeden ambitionierten Gralritter des Klanges.

Euer Fidelio



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