MEZE EMPYREAN

Hörcheck MEZE EMPYREAN

Kopfhörer Highlight auf der HIGH-END 2018 – Der neue MEZE EMPYREAN

Nach ersten Messeaufritten in New York, Singapur und Tokio präsentierte MEZE AUDIO in München ihren brandneuen MEZE EMPYREAN – den ersten isodynamischen „Hybrid-Array“ Over-Ear Kopfhörer der Welt. Antonio Meze, Chefdesigner und Gründer von MEZE AUDIO, verwirklicht mit dem neuen EMPYREAN seine ganz persönliche Vision eines echten Referenzproduktes:

„Dieser Kopfhörer entstand aus Leidenschaft, Neugier und reinem Innovationswillen. Wir haben uns bei der Entwicklung alle Freiheiten gelassen, zu experimentieren und auch Risiken auf der Suche nach dem perfekten Klang einzugehen. Denn um etwas wirklich Bemerkenswertes zu schaffen, muss man manchmal etwas wagen, und dies haben wir mit dem EMPYREAN getan. Wir haben außerdem die Industriestandards im Produktionsprozess verbessert und somit auch einen Wertewandel in diesem audiophilen Segment forciert.“

Der MEZE EMYREAN ist nach Aussage des Herstellers außerdem ein zeitloses HIFI-Statement. Und sowohl ein anspruchsvolles und hochwertiges Designobjekt, als auch einer der technologisch innovativsten und klanglich eindruckvollsten magnetostatischen Kopfhörer auf dem Weltmarkt.

Bei diesem ambitionierten Projekt arbeitete MEZE AUDIO erstmalig mit RINARO ISODYNAMICS zusammen, einem spezialisierten Audiounternehmen mit über 30 Jahren Forschungs- und Entwicklungserfahrung auf dem Gebiet der isodynamischen Schallwandlertechnologie.

Neue Hybrid-Array-MZ3 Treiber

Pavlo Shymanovych, CEO und Gründer von RINARO ISODYNAMICS, erklärt den technologischen Ansatz: „Mit dem einzigartigen isodynamischen „Hybrid-Array“ Treiberdesign des MEZE EMPYREAN ist es uns final gelungen, einen neuen Standard für magnetostatische Flächenstrahler zu etablieren. Die spezifische Anordnung der spiralförmigen Schwingspulen gewährleistet eine ideale Schallverteilung und somit eine nahezu perfekte Reproduktion der Musik.“

Die exklusiv für den EMPYREAN entwickelten MZ3-Treiber werden dabei optimal an die natürliche Form des Ohres angepasst. Dies führt zu einer erhöhten Exposition des Frequenzspektrums oberhalb des 10 kHz-Bereiches und verbessert nach Aussage von MEZE AUDIO die Lokalisierung durch Verringerung der Auswirkungen von kurzwelligen Zeitverzögerungen, die durch diffuse Feldreflexionen verursacht werden.

Um auch längere Hörsitzungen ohne jegliche Druckpunktermüdung zu ermöglichen, stand zudem eine maximal mögliche Gewichtsreduzierung im Vordergrund der Entwicklung. Der Tragekomfort genießt bei MEZE AUDIO somit die gleiche Priorität wie die Audioleistung.

Das Gesamtgewicht des Kopfhörers wurde deshalb auch insbesondere durch die Verwendung extrem leichter Kohlefaser- und CNC-gefräster Aluminiumbauteile wesentlich reduziert, das Leder-Stirnband verwendet darüber hinaus neuartige Druckverteilungsflügel, während die Ohrpolster darüber hinaus ein anthropometrisches Design besitzen.

Den MEZE EMPYREAN zeichnet eine tadellose Verarbeitungsqualität sowie ein gelungenes, klassisch anmutendes Design aus, der Kopfhörer wirkt dadurch insgesamt sehr hochwertig. Das für magnetostatische Flächenstrahler geringe Gewicht von lediglich 400g  verspricht zudem einen hohen Tragekomfort auch für längere Hörsitzungen.

Vielversprechender TOTL Magnetostat

Schon das Vorserienmodell, welches ich bereits akustisch in Augenschein nehmen durfte, beeindruckt mit einem kräftigen und ausgezeichnet konturierten Bassbereich mit einer ganz leichten Emphasis im Midbass. Der substanzielle Grundton besitzt außerdem ein angenehm warmes Timbre. Gleichsam überzeugt der Mitteltonbereich mit wunderbar ausdrucksstarken Klangfarben. Stimmen und Instrumente begeistern demzufolge mit einem hohen Maß an Plastizität und Natürlichkeit.

Durch relativ groß dimensionierte Ohrpolster wirken die unteren Mitten beim Prototypen, insbesondere in der schallabsorbierenden Alcantaraversion, allerdings noch etwas verhangen. In der Ledervariante fällt mir dagegen eine minimale Überhöhung des Präsenzbereiches auf, höchstwahrscheinlich bedingt durch Reflexionen auf den schallharten Innenseiten der Polsterflächen.

Antonio Meze und sein Team arbeiten nach eigener Aussage aber bereits an den entsprechenden Modifikationen der Ohrpolster. Beim späteren Serienmodell sollten diese kleinen Unzulänglichkeiten deshalb der Vergangenheit angehören.

Der Hochtonbereich bindet organisch an den Mittelton an und gefällt durch ein vorzügliches Auflösungsvermögen bei jederzeit formidabler Detailarbeit. Sibilanten werden dazu völlig stressfrei reproduziert. Alle musikalischen Ereignisse werden des Weiteren einwandfrei im virtuellen Raum platziert und präzise in die Tiefe gestaffelt.

Der EMPYREAN verfügt grundsätzlich über eine ausgezeichnet separierte Bühnendarstellung, allerdings mit geringfügig eingeschränkter Basisbreite. Auch dies ist IMO wiederum den großzügig bemessenen Polstern geschuldet, da beispielsweise Nachhallfahnen aufgrund einer suboptimalen Schallverteilung zu schnell ausklingen.

Speziell an leistungsstarken Kopfhörerverstärkern entwickelt der MEZE Prototyp eine erstaunliche Dynamik, da er über einen für magnetostatische Flächenstrahler exorbitant guten Wirkungsgrad verfügt. Aus diesem Grunde spielt er auch mit High-End DAP problemlos und souverän zusammen.

Keine Frage. Der Empyrean ist ein Kopfhörer der absoluten Spitzenklasse. Er beeindruckt mit einer außergewöhnlich dynamischen und dennoch feinsinnigen Wiedergabe mit hervorragendem Timing bei gleichzeitiger Wahrung der musikalischen Integrität. Und die kleinen Schönheitsfehler werden bis zum Serienstart sicherlich noch ausgemerzt werden.

Der offene planarmagnetische MEZE EMPYREAN, wird voraussichtlich ab Sommer/Herbst 2018 weltweit zu einem Preis von 3.000 – 4.000 USD erhältlich sein. Und ich freue mich natürlich schon, den neuen Serienkopfhörer dann ausführlich rezensieren zu können.

Euer Fidelio

-> zum Testbericht!



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