Test T+A SOLITAIRE P & HA200

Da bin ich wieder. Und heute rezensiere ich für euch die brandneue Kombination der deutschen High-End Manufaktur T+A , bestehend aus dem Ohrlautsprecher SOLITAIRE P und dem hauseigenen Kopfhörerverstärker HA200. 

Und ich möchte mich an dieser Stelle zudem ganz herzlich bei dem Geschäftsführer von T+A, Herrn Amft, bedanken, welcher für die zeitnahe und unbürokratische Zusendung meines elitären Testpaketes maßgeblich verantwortlich zeichnet. 

Der neue orthodynamische Kopfhörer trägt den Namen SOLITAIRE P (P = Planar) dabei nicht ganz ohne Grund – denn bereits 1983 entwickelte der Gründer Siegfried Amft mit dem SOLITAIRE OEC-Aktivlautsprecher den allersten elektrostatischen Schallwandler der Firmengeschichte.

Aufgrund dieser über 35-jährigen Erfahrung kam für die Edelschmiede aus Herford selbstverständlich auch nur ein Flächenstrahler für den Einsatz in einem Ohrlautsprecher in Frage, welcher das magnetostatische Arbeitsprinzip laut T+A zur Perfektion treiben soll. 

Und dies scheinbar auch ohne Rücksicht auf monetäre Belange, denn für den SOLITAIRE P rufen die Herforder immerhin eine UVP in Höhe von 4.800,- € auf. Manch Gralsritter der feinen Töne übt sich jetzt wahrscheinlich schon in Schnappatmung.

Aber auch der im typischen T+A Design gestaltete HA200 mit implementierter DAC-Sektion erfüllt über eine vorgeblich überragende Performance höchste Ansprüche an die authentische Wiedergabe von Musik. 

Der kompromisslos aufgebaute Kopfhörerverstärker verbindet dabei die Anforderungen professioneller Anwender aus der Studiotechnik mit den musikalischen Bedürfnissen auch des ambitionierten Gralsritters. 

Was man bei dem ausgewiesenen Verkaufspreis von 6.600,- € allerdings auch erwarten darf. Zumal sich der Systempreis zwischenzeitlich auf 11.400,- Euronen aufsummiertund meine persönlichen Erwartungen demzufolge in entsprechend audiophile Höhen schraubt. Ich bin gespannt.

Technik

Die recht komplex arrangierten Treibersysteme des T+A SOLITAIRE P werden nach Aussage des Herforder Herstellers mit minimalsten Toleranzen gefertigt. 

Die funktionale Anordnung der 19 Hochleistungs-Neodym-Magnete mit innovativer Polgeometrie, nur wenige µm dicke Membranen aus strukturstabilem High-Tech Polymeren sowie eine intelligente Schallführung ohne Luftverwirbelungen, linearisieren laut T+A das Abstrahlverhalten im Sinne einer möglichst naturgetreuen Reproduktion.

Die Herforder verwenden dabei hochstabile Aluminiumbauteile, um insbesondere Resonanzen wirkungsvoll zu unterbinden. Aufgrund eines erheblichen konstruktiven Aufwandes in Bezug auf Wandler und Treibergehäuse, werden die oval ausgeführten Membranen darüber hinaus stets im linearen Bereich des Magnetfeldes gehalten. 

Die Entwickler von T+A konnten deshalb auch auf eine doppelseitige Anordnung der Stabmagnete verzichten, was nicht nur Eigengewicht einspart, sondern gleichsam eine höhere musikalische Transparenz verspricht.

Die großzügig dimensionierten Membranflächen von 110 mm x 80 mm ermöglichen dem SOLITAIRE P infolge geringer mechanischer Auslenkung außerdem verzerrungsfrei hohe Schalldrücke mit großen dynamischen Reserven. Dazu tragen auch die leichten Leiterbahnen bei, welche mittels eines photochemischen Verfahrens aufgebracht werden. 

Somit wird ein sehr gleichmäßiger Antrieb über die gesamte Membranfläche erzielt und unerwünschte Partialschwingungen werden zugleich effektiv eliminiert. 

Der Klirrfaktor des SOLITAIRE beträgt lediglich 0,015% bei 100 dB – ein rekordverdächtiger Wert. Die Impedanz des Ohrlautsprechers liegt dazu bei unkritischen 80 Ohm, der sehr gute Wirkungsgrad von 101 dB/mW sollte auch leistungsschwächere Spielpartner nicht vor unlösbare Probleme stellen.     

Der HA200 basiert auf der langjährig bewährten HV-Technologie der Herforder Manufaktur. Die ausschließlich mit MOS-FET Transistoren bestückten Endstufen laufen mit hohem Ruhestrom in Class-A Modus und sind aufgrund einer Stromlieferfähigkeit von bis zu 700 mA problemlos in der Lage, selbst leistungshungrige Ohrlautsprecher ohne dynamische Verluste anzutreiben.

Die Analogsektion wird zu diesem Zweck mit einem überdimensionierten Netzteil mit zwei 50 Watt Ringkerntransformatoren „bewaffnet“, welches so außerordentlich laststabil agiert. Dadurch können sehr hohe Ströme, aber auch die gleichsam benötigten Spannungen an den 3 getrennt schaltbaren Kopfhörerausgängen bereitgestellt werden.

Für alle 3 Ausgänge (6.3 mm, 4.4 mm PentaConn, 4-pol XLR) stehen unterschiedliche Ausgangsimpedanzen (8-,12-,18-, 25-, 40- und 80 Ohm) zur Wahl, die einstufige Schaltung einer integrierten-, sowie analogen Crossfeedschaltung ist ebenso möglich. Wer den HA200 als veritable Vorstufe verwenden möchte, kann dazu optional den 4-pol XLR-Ausgang über einen zusätzlich erhältlichen Adapter nutzen. 

Die Analog- und die Digitalsektionen sind galvanisch getrennt und verfügen über separate Netzteile. Die Signalverarbeitung der PCM-Daten übernimmt ein doppelter Differential-Quadruper-Converter mit einer Abtastrate bis zu 32 Bit/768 kHz, die DSD-Datensätze werden über einen analogen 1-Bit DSD Converter nativ als Bitstream bis zu DSD1024 (!) über einen THESYCON-Chipsatz decodiert. 

Nicht schlecht. Denn dies ist technisch derzeit zweifellos „State of the Art“.

T+A SOLITAIRE P – Verarbeitung & Tragekomfort

Keine Frage – der neue SOLITAIRE P ist überragend verarbeitet. Die Baugruppen des Kopfhörers werden von massiven Aluminium-Treibergehäusen aufgenommen, welche mittels einer 5-Achsen Präzisionsfräsmaschine aus 35 mm starken Platten gedreht werden. 

Die Treibergabeln gewähren dabei ebenso wie die Verbindungselemente zum Kopfbügel eine sowohl winkeltechnisch fest definierte, als auch axial leicht gedämpfte Verstellmöglichkeit der recht geräumigen Ohrmuscheln. 

Über eine feinstufige mechanische Rasterung kann der SOLITAIRE P außerdem perfekt an die Kopfgröße angepasst werden. Allerdings hätte der Einstellbereich für sehr kleine Köpfe meines Erachtens noch ein wenig großzügiger bemessen werden können.  

Kopf- und Ohrpolster des T+A werden aus allergenfreiem Proteinleder/ Alcantara in Deutschland handgefertigt, welche einen langzeittauglichen Tragekomfort gewährleisten sollen. Das relativ hohe Gewicht von 530 g wird über ein vorbildlich gepolstertes Kopfband dazu sehr homogen verteilt, der Anpressdruck ist moderat gewählt. Die Ergonomie ist aus meiner Sicht somit gelungen.

Zwei abgeschirmte, versilberte OFC/-Kupferkabel (6.3 mm Klinke sowie 4.4 mm PentaConn) mit niedriger Induktivität und Kapazität komplettieren den ausgezeichneten qualitativen Gesamteindruck dieses orthodynamischen Ohrlautsprechers aus Herford.

T+A HA200 – Verarbeitung & Ausstattung

Der in den Farben Silber und Schwarz lieferbare T+A HA200 steht dem Kopfhörer aus eigenem Hause in Sachen Verarbeitungsqualität erwartungsgemäß nicht nach. 

Das wertig verarbeitete Aluminiumgehäuse zeichnet sich durch eine hohe Passgenauigkeit mit engsten Toleranzmaßen aus, gleichzeitig sorgen aus Strangpressprofilen präzise hergestellte Aluminium-Kühlkörper für eine homogene Wärmeabfuhr und dadurch für jederzeit optimale Betriebsbedingungen.  

Gasdicht gekapselte Relais übernehmen die feinstufige Lautstärkeregelung, alle Gehäuseteile des 6,5 kg schweren Gerätes sind antimagnetisch, die Frontplatte des HA200 ist zudem aus dem Vollen gefräst. 

Selbst die QMMP-VU-Meter, welche wahlweise mehrere verschiedene Betriebszustände anzeigen können, produziert T+A nach eigener Aussage selbst. Eine zweifelsohne beeindruckende Fertigungstiefe für ein Produkt „Made in Germany“. 

Das Gehäusedesign harmoniert überdies perfekt mit den eingebundenen Ausstattungsfeatures. Der aus mehr als 2300 Bauteilen bestehende Kopfhörerverstärker kann über eine logische Menüführung dazu recht intuitiv bedient werden, das hochauflösende Display zeigt die gewählten Betriebsmodi sehr übersichtlich an. 

In der erstklassigen DAC-Sektion können ferner mehrere unterschiedliche Digitalfilter ausgewählt werden, auch verfügt der T+A interessanterweise über eine (selbstverständlich abschaltbare) Klangregelung. 

Eingangsseitig stehen neben optischen- und koaxialen- auch HDMI, AES/EBU und analoge RCA/XLR-Eingänge zur Wahl. Der HA200 kann aber gleichermaßen über 2 USB-HD Eingänge sowie über Bluetooth AptX-HD, Kontakt zu einer Signalquelle herstellen.

Vielleicht noch ein kleines Detail am Rande. Über eine 5 V USB-Buchse auf der Rückseite des T+A Kopfhörerverstärkers kann die mitgelieferte Fernbedienung (natürlich ebenfalls aus Aluminium) bequem aufgeladen werden – einfach gut durchdacht.     

Vorbereitung    

T+A verfolgt mit der mustergültigen Kombination aus SOLITAIRE P und HA200 ganz unbescheiden das ehrgeizige Ziel, der versammelten Weltelite das Fürchten zu lehren und geradewegs den klanglichen Olymp auf Musicalhead zu stürmen. Und die technischen Voraussetzungen scheinen geeignet, dieses engagierte Vorhaben auch umgehend in die Tat umzusetzen. Welches natürlich die nicht minder ambitionierten Mitbewerber auf den Plan ruft. 

Der ABYSS AB1266 PHI TC, welcher derzeit den Thron in meinen TOP10 innehält, stellt sich dem Herausforderer damit ebenso zum Duell, wie der gleichsam orthodynamisch agierende HIFIMAN SUSVARA, um so dem interessierten Gralsritter der feinen Töne eine tunlichst exakte musikalische Standortbestimmung des neuen SOLITAIRE P zu ermöglichen. 

Der HA200, laut T+A der „beste Kopfhörerverstärker der Welt“, muss dieses gewagte Statement im Klangtest natürlich erst noch verifizieren. Und sich deshalb auch einen Vergleich zum RIVIERA AIC10 gefallen lassen. Der QUESTYLE CMA TWELVE, selbstverständlich in der musikalisch überlegenen Master-Version, markiert schließlich das untere Ende der preislich elitären Fahnenstange.  

Da die beiden letztgenannten Spielpartner nicht unmittelbar mit der hochwertigen DAC-Sektion des HA200 verkabelt werden können, übernimmt mein bewährtes AURALIC Duo, bestehend aus ARIES G1 und VEGA G1, die angemessene Wandlung der digitalen Daten. 

Eine saubere Stromversorgung der Kopfhörerverstärker wird mittels eines SHUNYATA ZITRON ALPHA HC sichergestellt, für den adäquaten RCA-Transport der analogen Kost zeichnet das legendäre DOLPHIN BLACK GOLD verantwortlich. Die beiden AURALIC Komponenten werden dazu über 2 flexible SHUNYATA ZITRON Z-PC10 Stromkabel miteinander verbunden. 

Über ein TELLURIUM Q SILVER DIAMOND USB-Kabel beschickt der ARIES G1 den VEGA G1 dabei entweder direkt mit den auf SSD-Festplatte gespeicherten Datensätzen, oder leitet die mir vertrauten Referenzaufnahmen aus den Genres Jazz, Rock, Pop, Blues und Klassik kurzerhand zur integrierten Wandlersektion des HA200 weiter.

Weiterführende Informationen zum T+A SOLITAIRE P und T+A HA200 erhaltet ihr im Übrigen wie immer auf den Seiten des Herstellers unter: https://www.ta-hifi.de

Klangtest

Was zeichnet eigentlich die perfekte Wiedergabe über einen Ohrlautsprecher aus? Sind es grollende Bässe, farbenprächtige Mitten oder funkelnde Höhen? Oder vielleicht doch ein exzessives räumliches Darstellungsvermögen in Kombination mit punktstabiler Separation aller musikalischen Ereignisse?

Über diese Frage lässt sich sicherlich trefflich streiten, denn je nach Präferenz erlebt ein jeder Gralsritter sein audiophiles Nirvana natürlich unterschiedlich. Aber dennoch können direkt vergleichbare klangliche Kriterien durchaus als Messlatte zur Beurteilung eines Testprobanden definiert werden, welches letztlich auch die finale Einstufung in meinen TOP10 auf Musicalhead ermöglicht.  

Das dies nicht immer einfach ist, beweisen die neuen Komponenten aus Herford bereits zu Beginn meines Klangtests. Denn beide Spielpartner üben sich in den ersten Hörminuten unerwartet in akustischer Zurückhaltung und treten so zunächst völlig hinter das musikalische Programm zurück – deuten damit aber gleichzeitig schon ihre audiophile Klasse an.

Denn nicht wenige Kopfhörer lenken direkt zu Beginn einer Rezension den Fokus des gemeinen Testers auf ihre klangtechnischen Stärken, mitunter natürlich auch, um Schwächen gekonnt zu kaschieren. Geduld und Erfahrung sind wiederum die probaten Mittel, diesen akustischen Versuchungen nicht vorschnell zu erliegen. 

Denn nur wenn sich die Werkzeuge zur musikalischen Reproduktion als klanglich unauffällige Mittel zum Zweck bewähren, kann die Wiedergabekette IMO gegebenenfalls referenzverdächtigen Status erlangen. Daß „das Ganze mehr ist, als die Summe seiner Teile“, wußte schließlich Aristoteles schon zu berichten.

Der T+A HA200 

Und der T+A HA200 macht seinen Entwicklern diesbezüglich alle Ehre. Denn der erste Kopfhörerverstärker der Herforder Manufaktur entpuppt sich im Verlaufe meiner Rezension nicht nur als wahres Ausstattungswunder, sondern beeindruckt gleichermaßen über seine ausgewogenen klanglichen Eigenschaften. 

Dabei wahrt der HA200 jederzeit eine ausgezeichnete tonale Balance mit leicht warmem Timbre, gibt sich aber unzweifelhaft als typischer Vertreter der Transistorenfraktion zu erkennen. Der T+A verleiht insbesondere komplexen Bassläufen eine wunderbar straffe Kontur, verbunden mit viel Druck aus dem Frequenzkeller, ohne dabei den mittleren Bassbereich ungebührlich einzudicken.  

Über die einstellbare Ausgangsimpedanz lässt sich der Dämpfungsfaktor zudem perfekt auf den jeweiligen Ohrlautsprecher anpassen. Im Falle des SOLITAIRE P haben sich 25 Ohm als optimaler Kompromiss aus idealem Basspegel und einer gleichzeitig exzellenten Impulskontrolle herausgestellt. Dem Spieltrieb und der Experimentierfreude sind hier natürlich keinerlei Grenzen gesetzt.

Im Grundtonbereich verfolgt der HA200 die neutrale klangliche Linie, Stimmen und Instrumente wirken infolge eines natürlich proportionierten Corpus sehr realistisch. Im Mittelton überzeugt der T+A überdies mit einem großartigen Detailreichtum und einer sensationellen Separation des musikalischen Geschehens. 

Hinsichtlich der Transparenz agiert der DAC/Kopfhörerverstärker gleichfalls auf höchstem Niveau, erreicht dabei aber nicht ganz die unnachahmliche Luftigkeit eines Röhrenverstärkers dieser Preisklasse. Ein FELIKS EUFORIA 20th AE steht hier stellvertretend für die röhrenbewehrte Spezies. 

Allerdings beweist der HA200 aufgrund der unspektakulär wirkenden Spielart vor tiefschwarzem Hintergrund eine bemerkenswerte Ruhe im Klangbild, welche sich insbesondere nach einem hektischen Arbeitstag wie Balsam auf die gestresste Seele legt. Zumal diese Souveränität spontan dazu verleitet, moderate Abhörpegel zu präferieren.

Im Hochtonbereich vollzieht der T+A einen gelungenen akustischen Spagat aus der entspannten Reproduktion von Sibilanten und einer vorzüglichen Auflösung mikroskopisch kleiner Details. Letztgenannte drängen sich allerdings zu keiner Zeit in den Vordergrund, sondern werden auf der musikalischen Entdeckungsreise beinahe beiläufig wahrgenommen. 

Auch dynamisch lässt der Herforder Kopfhörerverstärker nichts anbrennen und überzeugt speziell im Zusammenspiel mit dem SOLITAIRE P mit seinen dynamischen Qualitäten. Dazu begeistert der HA200 mit einer weitläufigen Bühnenabbildung, sowie einer akkuraten Staffelung in die Tiefe. 

Die Klangräume werden dazu akribisch ausgeleuchtet und natürlich wirkende Nachhallfahnen zeugen vom Bestreben der T+A Ingenieure, ein möglichst authentisches Musikerlebnis zu schaffen.

QUESTYLE CMA TWELVE und RIVIERA AIC10 im Vergleich

Der CMA TWELVE (Master) steht dem HA200 in Sachen Bassperformance nicht viel nach, weicht einzelne Bassimpulse in der direkten Gegenüberstellung aber minimal auf und zeigt auch etwas weniger Durchsetzungskraft im Tiefbassbereich. Der T+A bespielt den jeweiligen Partner einfach noch überzeugender. 

Der QUESTYLE Kopfhörerverstärker pflegt dazu ein klanglich ausgewogenes mittleres Frequenzband mit erdigem Charakter, ohne dabei aber die herausragende Punktortung des T+A zu erzielen. Auch hinsichtlich der Detailarbeit ergeben sich leichte Vorteile für die Herforder Gerätschaft.  

Der CMA TWELVE Master schafft im Hochton überdies ein gut kontrolliertes klangliches Umfeld mit stressfreier Sibilantenwiedergabe. Mit der großzügig bemessenen räumlichen Abbildung des T+A kann der chinesische Kopfhörerverstärker allerdings nicht in selbem Maße dienen – ebenso wenig wie mit den feinfühlig akzentuierten, dynamischen Reserven des Herforders. 

Im RIVIERA AIC10 findet der HA200 in dynamischer Hinsicht hingegen seinen Meister. Denn obgleich der T+A bereits über hohe Stromreserven gebietet, sind selbige beim AIC10 scheinbar unbegrenzt. 

Kein Wunder, schließlich ist der italienische Hybridverstärker in der Lage, selbst veritable Flächenstrahler im einstelligen ohmschen Bereich mit anspruchsvollem musikalischem Material zu versorgen. Die Basskontrolle des AIC10 ist schlichtweg perfekt.

Im Mittelton ist der RIVIERA dazu eine klangliche Macht und IMO nahezu ohne Konkurrenz. Auch der HA200 hat hier zweifellos das Nachsehen. Die ungemein plastische und gleichzeitig transparente Wiedergabe, verbunden mit einem superben räumlichen Differenzierungsvermögen muss man erlebt haben, um es zu glauben. Bei einem allerdings ebenso unglaublichen Preis.

Hinsichtlich der räumlichen Extension in die Breite muss sich die italienische Superwaffe dem HA200 sogar erstmalig geschlagen geben. Denn die Bühnenbasisbreite des T+A Transistorverstärkers ist eine veritable Bank. Obgleich der RIVIERA kontert, indem er Räume mit allerfeinstem Pinselstrich zeichnet und der Musik zugleich eine atemberaubende Dreidimensionalität in die Tiefe verleiht. 

Der AIC10 überzeugt schließlich vollends über seine überragende Dynamik. Die Art und Weise, wie der AIC10 Live-Veranstaltungen musikalisch inszeniert, ist an Glaubhaftigkeit kaum zu überbieten. Da beißt die Maus keinen Faden ab. Sensationell.  

Nichtsdestotrotz ist der neue T+A HA200 einer der allerbesten Transistorverstärker für die Kopfhörerwiedergabe, welchem ich auf Musicalhead bislang mein Ohr geschenkt habe. Das Team um Siegfried Amft hat also keinesfalls zu viel versprochen. Der beste Kopfhörerverstärker der Welt ist er IMO allerdings (noch) nicht. 

Der T+A SOLITAIRE P

Während der HA200 somit einen grandiosen musikalischen Einstand in den klanglichen Olymp feiert, greift sein kongenialer Spielpartner ganz unverblümt direkt zur Krone.

Denn der T+A SOLITAIRE P ist ein stiller Verführer. Dieser Kopfhörer beeindruckt nicht über die überlegene Bühnenpräsenz eines ABYSS AB1266 oder die Klangfarbenpracht des HIFIMAN SUSVARA. Dieser Kopfhörer bewahrt vielmehr jederzeit die musikalische Kohärenz und kultiviert eine perfekte tonale Balance.

Der SOLITAIRE P präsentiert Musik demzufolge in faszinierendem Fluss und begeistert über eine phänomenale Durchhörbarkeit auch in sehr komplex arrangierten Passagen. 

Aufgrund der punktstabilen Separation von Stimmen und Instrumenten bleiben dabei selbst minimale Unterschiede bezüglich unterschiedlicher Schallereignisse gewahrt und werden mangels örtlicher Überlagerungen mitunter überhaupt erstmalig wahrnehmbar. Der T+A Kopfhörer ermöglicht es dem Gralsritter der feinen Töne dadurch, selbst langjährig bekannte Musiksammlungen völlig neu zu entdecken. 

Der orthodynamische Ohrlautsprecher favorisiert überdies keinen bestimmten Frequenzbereich, behält jederzeit die Spielübersicht und agiert im besten Sinne unauffällig genial. Dies besitzt zweifellos Klasse. Und spiegelt dazu die neutrale Ausrichtung des wesensgleichen T+A Kopfhörerverstärkers HA200 im Speziellen, sowie die klangliche Philosophie der Herforder Manufaktur im Allgemeinen wieder.    

Um nun aber auch detailliertere Informationen hinsichtlich der „klangrelevanten Kriterien“ liefern zu können, konzentriere ich mich im weiteren Verlauf auf das übliche Testprozedere und stelle mit großer Verwunderung fest, dass sich der SOLITAIRE P diesbezüglich nicht eine einzige Schwäche leistet. 

Der Bass des T+A Kopfhörers ist von schlanker aber stringenter Natur, reicht ohne jedweden Druckverlust bis in ungeahnte Tiefen hinab und fährt zudem die Höchstnote in Sachen Impulstreue ein. Die Fähigkeit des SOLITAIRE P, selbst bei komplexen Bassläufen feinste strukturelle Unterschiede mit erstaunlicher Akribie herauszuarbeiten, lassen mich nicht selten sprachlos zurück. 

Auch im Grundtonbereich ist der SOLITAIRE P wie sein Spielpartner der Neutralität verpflichtet. Der HA200 verleiht dem Kopfhörer zwar jederzeit genügend Restwärme, die Reproduktion des mittleren Frequenzspektrums ist allerdings geprägt von einer ungewohnten Sachlichkeit. Erstaunlicherweise im positiven Sinne, denn insbesondere Stimmen und Instrumente wirken so zwar nie spektakulär – dafür aber immer authentisch.

Durch eine weitgehende Linearisierung des Präsenzbereiches verzichtet der SOLITAIRE P  auch auf die oftmals übliche, unmittelbare räumliche Nähe zum klanglichen Geschehen. 

Man betrachtet die musikalischen Abläufe vielmehr aus einer gewissen Distanz heraus – die räumliche Lokalisation außerhalb des Kopfes gelingt dem T+A in vorzüglicher Manier. Außerdem platziert der magnetostatische Ohrlautsprecher einzelne Akteure perfekt im größentechnisch richtigen Verhältnis zueinander. So muss das sein. 

Der Hochton des SOLITAIRE P fügt sich dazu völlig bruchlos in das übrige Frequenzspektrum mit ein. Aber wie schon der HA200 hält sich auch der Kopfhörer der Herforder Manufaktur dezent zurück wenn es darum geht, das finales Ausklingen eines Glöckchens hier oder den minutenlangen Nachhall einer Kirchenorgel dort zu zelebrieren.

Denn auch im Hochtonbereich hält die neue Sachlichkeit von T+A Einzug. Der Ohrlautsprecher mißt einzelnen musikalischen Darbietungen somit nur exakt die Menge an Hochtonenergie zu, welche Vorteile in der akustischen Wahrnehmung subtiler Schattierungen verheißt und ohne die charakteristischen Klangfarben der zugehörigen Obertöne zu vernachlässigen.

Der SOLITAIRE P beeindruckt infolgedessen mit einer vorzüglichen Detailarbeit. Und zwar nicht nur qualitativ, sondern auch quantitativ. Denn aufgrund der akustischen Demaskierung selbst unscheinbarer Hintergrundereignisse, welche bei manchem Konkurrenten einer allzu glanzvollen Inszenierung zum Opfer fallen, werden klangliche Feinheiten in Musikaufnahmen offengelegt, welche ich in dieser Ausprägung zuvor noch nicht vernommen habe.

Auch der hervorragende Wirkungsgrad in Verbindung mit einer völlig unkritischen Impedanz spielt dem T+A naturgemäß in die Karten. Der SOLITAIRE P ist dadurch problemlos in der Lage, eine verblüffende Dynamik am hauseigenen HA200 zu entfesseln – ohne eine gehörtechnisch ermittelbare Limitierung der tatsächlichen Leistungsreserven.

Und obgleich sich die gelungene Vorstellung des T+A  SOLITAIRE P zweifelsohne auf referenzverdächtigem Niveau bewegt, erhalten jetzt die übrigen Kandidaten selbstverständlich Gelegenheit, dem neuen Kopfhörer aus Herford die Stirn zu bieten.

HIFIMAN SUSVARA und ABYSS AB1266 PHI TC im Vergleich

Allerdings beherrscht kein anderer der beiden zum Vergleich herangezogenen Probanden das kontrollierte Bassspiel des SOLITAIRE P am hauseigenen HA200 in dieser gnadenlosen Perfektion. 

Denn insbesondere der HIFIMAN SUSVARA benötigt offensichtlich ein signifikantes Leistungsplus, um im Bassbereich vollumfänglich zu überzeugen. Der Kopfhörer von Dr. Fang Bian kann in Sachen Volumen, Druck und Tiefgang zwar grundsätzlich jederzeit gegenhalten, wirkt aber im unmittelbaren Vergleich zum SOLITAIRE P etwas weniger präzise.

Am HA200 (Ausgangsimpedanz 12 Ohm) fährt der HIFIMAN deshalb mit leicht angezogener Handbremse und läßt es so mitunter an Bassdynamik vermissen. Insbesondere einzelnen Impulsen im Frequenzkeller mangelt es dadurch geringfügig an Nachdruck und an einer optimalen Randschärfe. 

Im Grundton präferiert der SUSVARA nicht nur einen substanzielleren Auftritt als der Herforder Ohrlautsprecher, er ist zudem auch minimal wärmer abgestimmt. Stimmen und Instrumente wirken im Mittelton dadurch leicht plastischer und werden dazu mit mehr Esprit intoniert. Denn speziell der T+A macht aus einer Violine nicht zwangsläufig eine Stradivari. Stichwort – Sachlichkeit. 

Der Gourmet, welcher sich eine vorwiegend klangfarbenreiche Umsetzung seiner musikalischen Sammlung wünscht, sollte also gegebenenfalls vielleicht eher zu einem HIFIMAN SUSVARA greifen. Ist natürlich Geschmacksache. 

Der ABYSS kämpft am T+A HA200 (Ausgangsimpedanz 12 Ohm) leistungstechnisch mit ähnlichen Problemen. Aufgrund des etwas höheren Wirkungsgrades im Vergleich zum HIFIMAN fällt der AB1266 PHI TC im Bassbereich gegenüber dem SOLITAIRE P energetisch allerdings nur unwesentlich ab. 

Der typisch trockene Anschlag des ABYSS, speziell im Midbass, verschafft der amerikanischen Kopfhörerlegende je nach musikalischem Genre sogar leichte Vorteile. Dennoch schafft es auch der ABYSS nicht vollständig, mit dem T+A Ohrlautsprecher in den allertiefsten Gefilden am HA200 gleichzuziehen. 

Allerdings vermittelt der AB1266 PHI TC die überzeugendste Live-Performance aller 3 Kandidaten. „Standing on the surface of the microphone“ – auf keinen Kopfhörer trifft dieser Spruch von Joe Skubinski wohl mehr zu als auf das Ungetüm aus New York.

Und obgleich der SOLITAIRE P, ebenso wie der SUSVARA, großartig strukturierte Räume mit akustisch fest definierten Grenzen zeichnen, die räumliche Extension eines ABYSS, insbesondere hinsichtlich der grandiosen Bühnenbasisbreite, erreichen die beiden erstgenannten Ohrlautsprecher nicht ganz.  

Im Hochtonbereich dagegen nivellieren sich die Kontrahenten am HA200 qualitativ nahezu aus. Dem SOLITAIRE P könnte der Gourmet wiederum die vielleicht etwas nüchterne Präsentation ankreiden, welche gemessen an den Mitstreitern zeitweilig den Eindruck erweckt, dem T+A würde eine winzige Prise Luftigkeit gut zu Gesicht stehen. 

Dies ist IMO aber auch schon der vermeintlich einzige Kritikpunkt am Kopfhörer der Herforder, in erster Linie allerdings der akustischen Ehe mit dem HA200 geschuldet. 

Am QUESTYLE ergibt sich ein ähnliches Bild, denn auch der „Master“ kontrolliert den Hochtonbereich des SOLITAIRE P mit eisernem Transistorgriff. Einzig der RIVIERA AIC10 führt den T+A schlußendlich in neue klangliche Sphären. Dazu aber gleich mehr.

Der beste Kopfhörer der Welt?

Die Frage nach dem besten Kopfhörer der Welt wird sich wohl niemals eindeutig beantworten lassen. 

Denn wie eingangs erwähnt, legt jeder Gralsritter der feinen Töne die musikalischen Kriterien zur Ermittlung seines persönlichen Favoriten in Eigenregie fest. Und selbst in schwindelerregenden Preisregionen müssen mitunter klangliche Kompromisse eingegangen werden. 

Zumal potentielle Kandidaten in vielen Fällen auch nicht immer adäquat betrieben werden. Aber sinnigerweise sollte die „Crème de la Crème“ im Kopfhörerbau ihre akustischen Reserven jederzeit vollumfänglich ausspielen können, damit sich die mitunter einmalige Investition musikalisch auch bezahlt macht. 

In meinen persönlichen Wiedergabeketten ist der Kopfhörer somit oftmals der kleinste Kostenfaktor. Kein ernsthafter High-Ender käme schließlich auf die Idee, die MAGICO M-Lautsprecherserie mit einem kleinen NAD Vollverstärker zu kombinieren. Nicht selten erhalte ich jedoch Anfragen auf Musicalhead, einen AB1266 gegebenenfalls sogar mit einem DAP zu verheiraten.

Meine Empfehlung lautet in solchen Fällen, das eingeplante Budget ernsthaft zu überdenken oder selbiges vielleicht auch anders zu gewichten. Denn der ABYSS spielt in dieser suboptimalen Zusammenstellung natürlich weit unterhalb seiner tatsächlichen Möglichkeiten. Von einem HIFIMAN SUSVARA ganz zu schweigen. 

Womit wir wieder beim eigentlichen Thema wären. Denn der SOLITAIRE P bildet die fast schon rühmliche Ausnahme von dieser Regel. Aufgrund seiner ausgeglichenen Wesensart passt der Herforder sich nämlich fast chamäleongleich an das elektronische Frontend an. 

Während es den ABYSS und den HIFIMAN somit nahezu ausschließlich nach kostspieligem Gerät dürstet, um alle musikalischen Stärken in die akustische Waagschale werfen zu können, dürfte der SOLITAIRE P bereits erste Wahl sein, wenn streng limitierte Etats insbesondere auch von der häuslichen Spielleitung abgesegnet werden müssen. 

Obwohl natürlich auch der T+A zweifelsohne mit jedwedem hochwertigen Spielpartner in sehr sensiblem Maße skaliert und Digitale Audio Player nicht unbedingt in das audiophile Beuteschema eines SOLITAIRE P passen. 

Am T+A HA200 kann der SOLITAIRE P jedenfalls alle anderen Mitstreiter knapp distanzieren und sich in diesem Vergleichsmarathon den ersten Platz sichern. Denn der orthodynamische Ohrlautsprecher gibt sich in keinem Frequenzbereich eine Blöße, überzeugt auch hinsichtlich seiner hochmusikalischen Eigenschaften und bietet zudem ein räumliches Erlebnis der Extraklasse. 

Wer diese Herforder Meisterleistung also künftig in Kombination mit dem hauseigenen Spielpartner betreiben möchte, erwirbt IMO eines der zurzeit besten Kopfhörersysteme überhaupt und kann sich infolgedessen die Lektüre des nächsten Kapitels sparen. 

Finale am RIVIERA AIC10

Denn erst am Kopfhörerausgang des RIVIERA AIC10 beweist der SOLITAIRE P sein wahres Potential. Der T+A Ohrlautsprecher legt dabei nicht nur in allen musikalischen Aspekten signifikant zu, er offenbart auch hinsichtlich des räumlichen Abbildungsvermögens am AIC10 eine neue Qualität. 

Dabei legt der Ohrlautsprecher auch die vermeintlich kleine Schwäche im Hochtonbereich ab und nutzt die röhrenbewehrte Vorstufensektion des RIVIERA rigoros für seine Zwecke. Dieser nicht unerhebliche Schub an Emotionalität katapultiert den SOLITAIRE P endgültig in Richtung Klangolymp, so dass der Thron des ABYSS auf Musicalhead bereits bedenklich wackelt.

Allerdings schrumpfen die klanglichen Unterschiede der 3 Sparringspartner am italienischen Superverstärker erwartungsgemäß zusammen, da der HIFIMAN SUSVARA und der ABYSS AB1266 PHI TC von den gewaltigen Leistungsreserven des AIC10 in deutlich stärkerem Maße profitieren, als der wirkungsgradstarke Kopfhörer aus Herford.

Infolgedessen legen die beiden Letztgenannten speziell im Bassbereich entschieden zu, insbesondere der SUSVARA zeigt am RIVIERA nun eine überragende Spielfreude und begeistert gleichsam mit grandioser Dynamik. Aber auch der AB1266 PHI TC bläst im Tiefbasskeller zur Attacke, strafft nochmalig die Mitteltonmuskeln und kitzelt im Hochtonbereich das allerletzte Detail aus jeder Aufnahme heraus.

Obgleich der HIFIMAN und auch der ABYSS in ihren Paradedisziplinen somit zweifelsfrei brillieren und den T+A infolgedessen leicht distanzieren können, wahrt die deutsche Allzweckwaffe jederzeit einen hauchdünnen Vorsprung gegenüber den altgedienten Haudegen hinsichtlich einer wunderbaren tonalen Ausgeglichenheit.  

Somit fällt mir die Entscheidung verständlicherweise nicht leicht, da sich aus meiner persönlichen Sicht eine musikalische Patt-Situation ergibt. Allein die Möglichkeit, den SUSVARA und den ABYSS auch exklusiv an den klanglich überlegenen Lautsprecherausgängen des RIVIERA betreiben zu können, gibt schließlich den Ausschlag für die finale Positionierung. 

Anmerkung: Der SOLITAIRE P würde diese elektrische Tortur höchstwahrscheinlich mechanisch nicht überstehen, so dass ich in weiser Rücksichtnahme vom praktischen Versuch Abstand genommen habe. Denn bereits mit geringstmöglicher Verstärkung am unsymmetrischen Kopfhörerausgang des AIC10 erreicht der T+A bereits auf der 10.00 Uhr Stellung ohrenbetäubende Lautstärkepegel. 

Denn der HIFIMAN SUSVARA und der ABYSS AB1266 PHI TC schärfen ihr akustisches Profil an den LS-Ausgängen des RIVIERA AIC10 (2 x 30 Watt!) in beeindruckender Manier noch einmal nach, erzielen zudem Bestnoten in Sachen Authentizität und können den T+A SOLITAIRE P somit kurz vor der Ziellinie abfangen. Allerdings denkbar knapp.

Mein Fazit

Dem deutschen High-End Hersteller T+A gelingt mit der überragenden Kombination aus SOLITAIRE P und HA200 somit ein veritabler Raketenstart in das internationale Kopfhörersegment, den man in diesem Maße so nicht erwarten konnte.

Der HA200 zählt zudem ganz sicher zu den besten Transistorgeräten für die Reproduktion via Kopfhörer, welchen man derzeit für Geld erwerben kann, der SOLITAIRE P kratzt überdies ganz unverhohlen am Thron im klanglichen Olymp. Im ersten Anlauf wohlgemerkt. 

Am hauseigenen Verstärker setzt sich der erste Ohrlautsprecher von T+A auch gegenüber der etablierten Konkurrenz bravourös in Szene und hält sowohl den HIFIMAN SUSVARA, als auch den ABYSS AB1266 PHI TC minimal auf Abstand. 

Beide T+A Komponenten sind somit hervorragend geeignet, vorhandene Spielpartner im individuellen Portfolio eines jeden Gralsritters der feinen Töne adäquat zu ergänzen und empfehlen sich aufgrund ihrer vorbildlichen Neutralität überdies für eine exzellente Integration in jedwede musikalische Formation. 

Selbst der recht hohe Anschaffungspreis der T+A Kombination sollte IMO relativiert werden. Denn der Käufer freut sich im Gegenzug über ein optimal aufeinander abgestimmtes Kopfhörersystem, welches die Suche nach dem musikalischen Gral wohl endgültig beenden könnte. 

Die äußerst souveräne Art und Weise, musikalisch anspruchsvolle Datensätze authentisch sowie gleichermaßen räumlich perfekt aufzubereiten und dabei selbst feinste Nuancen der ursprünglichen Aufnahme einzufangen, besitzen ohne jeden Zweifel Weltklasseformat. 

Die T+A Kombination erhält demzufolge natürlich meine uneingeschränkte Empfehlung. Und einen herzlichen Glückwunsch nach Herford.

Euer Fidelio

(*) Die Testberichte auf Musicalhead geben ausschließlich meine persönliche Meinung zum Produkt wieder. Es handelt sich hierbei um redaktionelle Beiträge, welche aber durchaus eine werbende Wirkung beim Leser erzielen könnten, ohne dass ich von einem Unternehmen damit beauftragt wurde.


RELATED POSTS


LEAVE A COMMENT